Wegen Corona

UNO will gegen das ‚Patriarchat‘ kämpfen

Eine Aussage von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres lässt in sozialen Medien derzeit die Wogen gehörig hochgehen.

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<p>Bild (Guterres 2019): Dean Calma / IAEA via <a href="https://www.flickr.com/photos/iaea_imagebank/47944056822/">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>]</p>

Bild (Guterres 2019): Dean Calma / IAEA via Flickr [CC BY 2.0]

New York. -Die Vereinten Nation teilten kürzlich ein Sujet, das auf eine Rede des gebürtigen Portugiesen hinweist. Neben dem Aufruf für „gleichere, inklusivere und resilientere“ Gesellschaften sorgt vor allem ein Ausspruch zur Rolle der Frauen in der Corona-Krise für Unverständnis. Bis Mittwochmorgen hatte der ursprüngliche Tweet bereits über 20.000 Antworten – die Mehrheit kritischer Natur.

„Männerdominierte Welt, die allen schadet“

Stein des Anstoßes war vor allem diese Aussage: „Die Corona-Pandemie demonstriert, was wir wissen: Jahrtausende des Patriarchats haben uns in eine männerdominierte Welt, mit einer männerdominierten Kultur geführt, die allen schadet: Frauen, Männern, Mädchen und Buben.“ Dabei verwendet er dieses Wort in einer Form, wie ihn auch radikale Feministinnen als Kampfbegriff einsetzen.

Enthüllungen über die ÖVP

Pandemie stärkte beide Argumentationslinien

Bereits in den Monaten zuvor hatten sich mehrere linke Stimmen auch medial zu Wort gemeldet, welche gerade im „Lockdown“ eine Rückkehr tradierter Rollen erkennen wollten. Bei denen läge in solchen Krisen die Aufsicht auf Kinder und Haushalt einmal mehr vor allem bei den Frauen. Beide Seiten der Debatte sehen sich daher jetzt in ihrem Weltbild bestätigt – traditionelle Rollen als Naturgewächs versus Abbild eines „Patriarchats“.

Twitter-Nutzer wundern sich über Widersprüche

Für einige zusätzliche Verwunderung sorgte dabei der Umstand, dass diese Forderung ausgerechnet von einem der mächtigsten Männer der Welt kam. So etwa der Politloge Adrian Hilton: „Nachdem Sie der neunte Mann sind, der die Position des UN-Generalsekretärs innehat, haben Sie schon einmal daran gedacht, zugunsten einer Frau zurückzutreten?“

Andere Kommentatoren verwiesen auf angebliche Widersprüche zwischen der Rhetorik und der Realpolitik der UNO. Ein deutscher Nutzer wies etwa auf den Umstand hin, dass ausgerechnet Saudi-Arabien – das streng muslimische Land ist besonders patriarchal ausgerichtet – derzeit einen Platz in der UN-Frauenrechtskommission bekleidet.

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