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Italien: Tunesier ersticht beliebten Armen-Pfarrer auf der Straße

Julian Schernthaner

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Mitten im Herzen der lombardischen Stadt Como wurde ein wohltätiger Priester von einem Migranten ermordet. Politik und Bürger sind entsetzt.

Como. – Die 85.000 Einwohner-Stadt liegt idyllisch am Comer See im äußersten Norden Italiens, nahe der Schweizer Grenze. Nicht nur dank ihrer einmaligen Lage, sondern auch wegen der zahlreichen historischen Gemäuer ist sie ein beliebtes Urlaubsziel. Eine „Institution“ in der Stadt war in den letzten Jahren auch Don Roberto Malgesini, der nicht nur Predigten hielt, sondern sich für die Ärmsten der Stadt, insbesondere die Obdachlosen einsetzte.

Tunesier tötet Armen-Seelsorger mit mehreren Stichen

Der beliebte Seelsorger, im Volksmund als „Priester der Letzten“ regelrecht vergöttert, ist nicht mehr. Mit 51 Jahren musste er gehen – und wird ’seinen‘ Bedürftigen kein Frühstück mehr bringen können. Hinweggerafft von keiner Krankheit, sondern von der Klinge eines tunesischen Einwanderers. Mitten in der Stadt, auf der Piazza San Rocco, in den frühen Morgenstunden. Die Trauer in der Bevölkerung ist groß.

Zuvor war er dem liberal-konservativen Meinungsmagazin Tichys Einblick zufolge in einen Disput mit dem offenbar illegal im Land aufhältigen Afrikaner gekommen. Worüber sie stritten, ist noch unbekannt. Fix ist aber, dass der Migrant ausrastete und auf den Geistlichen mehrmals einstach, bis dieser sich nicht mehr regte. Der Tatverdächtige befindet sich mittlerweile in Haft, allerdings geht man von einer psychischen Störung des Mannes aus.

Lega-Politiker fordert Abschiebung illegaler Migranten

Die Anteilnahme, auch aus der Politik ist groß. Die meisten Parteien, wie der linksliberale Partito Democratico, heben dabei allerdings nur die Wohltaten von Malgesini hervor. Über die Hintergründe, etwa die Einwanderergeschichte seines mutmaßlichen Mörders, äußern sie sich hingegen nicht. Ganz anders der Regionalleiter der patriotischen Lega, Eugenio Zoffili. Gegenüber der Zeitung La Stampa forderte er die „dringende Rückführung illegaler Migranten“.

Auch Parteichef Matteo Salvini äußerte sich ähnlich über den Vorfall: „Ein Gebet für Don Roberto, heute Morgen in Como von einem illegalen Einwanderer ermordet.“ Seine Gedanken seien bei „allen Italienern und allen anständigen Einwanderern, die unser Land lieben und das Leben respektieren“.

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