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Graz

SPÖ will Moria-Migranten aufnehmen, FPÖ strikt dagegen

SPÖ-Gemeinderätin Anna Robosch will „100 Kinder“ aus dem Lager Moria nach Graz holen. Für FPÖ-Klubobmann Armin Sippel wären das aber „völlig falsche Signale“.

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<p>Symbolbild: Rathaus am Grazer Hauptplatz / Bild: Anna Saini [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Graz,_Rathaus,_Bild_6.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Rathaus am Grazer Hauptplatz / Bild: Anna Saini [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Graz. – Die Parlamentsparteien streiten aktuell nicht nur auf Bundesebene über die (Nicht-)Aufnahme von Migranten aus dem abgebrannten Asylcamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Auch aus Graz kam vor wenigen Tagen ein Vorstoß von der SPÖ. „Graz hat Platz! Die Aufnahme von 100 Kindern aus dem Lager Moria muss passieren. 100 Kinder füllen nicht mal ein Siebtel des Gästesektors im Liebenauer Stadion, worüber diskutieren wir also noch, evakuieren wir endlich dieses Lager!“, forderte die SPÖ-Gemeinderätin Anna Robosch in einer Aussendung.

Sippel: „Das wären völlig falsche Signale“

Nun regierten die Freiheitlichen auf diese Forderung und werfen der SPÖ vor, aus der Asylkrise 2015 nichts gelernt zu haben und erneut „Refugees welcome“ zu „klatschen“. „Natürlich kann man ein gewisses Verständnis dafür aufbringen, wenn die mediale ‚Kulleraugen-Inszenierung‘ bei dem einen oder anderen Gemeinderat Mitgefühle weckt. Es ist aber auch klar, dass die Aufnahme von Kindern zwangsläufig den Nachzug von großen Familienverbänden bedeutet. Verantwortungsvolle Politik heißt, sich nicht erpressen zu lassen und letztlich mit Ausnahmen die Brandstifter zu belohnen und ins Land zu holen. Das wären völlig falsche Signale“, so FPÖ-Klubobmann Armin Sippel in einer Aussendung am Mittwoch.

Die FPÖ betonte in diesem Zusammenhang, dass für sie nach wie vor die im Regierungsprogramm „Agenda Graz 22“ festgelegte restriktive Zuwanderungspolitik gelte, „um die vorhandenen Integrationsprobleme nicht weiter zu vergrößern“.


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