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Gesellschaft

Wien: Linksextreme attackieren Sellner – und scheitern kläglich

Julian Schernthaner

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Einen Angriff auf seine Person konnte der österreichische Identitären-Chef Martin Sellner am frühen Donnerstagabend durch eine schnelle Reaktion vereiteln.

Wien. – Eigentlich wollte Sellner nur einen gemütlichen Abend mit seiner Gattin verbringen und machte sich somit zu einem Museumsbesuch auf. In einer Straßenbahn-Garnitur der Linie 40 Richtung Schottentor kam es dann zu einer Auseinandersetzung. Die Situation eskalierte, nachdem laut Sellner „fünf bis sechs Linksextreme“ kurz nach dem Währinger Gürtel in die „Bim“ eingestiegen waren.

Sellner wehrt Antifa-Angreifer ab

Diese zeichneten sich offenbar durch einschlägige Kleidung aus – unter anderem T-Shirts mit der Aufschrift „161 Straßenbande“ (Kürzel für Anti-Faschistische Aktion nach der Stellung der Anfangsbuchstaben im Alphabet, Anm. d. Red) – und erkannten Sellner. Als dieser mit seiner Frau bei der Schwarzspanierstraße aussteigen wollte, folgten die Linksextremisten ihnen und griffen zwischen Tramausstieg und Treppe an, berichtet der Identitäre. Sie hätten jedoch nicht mit seiner Gegenwehr gerechnet.

Sellner schilderte den Angriff gegenüber der Tagesstimme wie folgt: „Sie haben begonnen, mich von zwei Seiten zu bedrängen. Daraufhin griffen sie mich an, einer von ihnen ist auf mich eingedrungen, ich musste mehrere Schläge abwehren.“ Den energischen Angriff eines zweiten Linksextremen konnte Sellner wiederum durch einen platzierten Schlag – nach eigener Aussage einen „linken Haken“ – parieren. Laut seiner Frau wurden insgesamt drei Personen handgreiflich.

Hoffen auf Bildmaterial

Als den Antifa-Sympathisanten infolge des Schlagabtausches dämmerte, dass sie zu keinem schnellen Erfolg kommen würden, ergriffen sie Sellner zufolge die Flucht. Die Bim-Fahrerin ihrerseits war bereits zuvor nach hinten gekommen und wollte schlichtend eingreifen. Der Attackierte zeigte sich jedenfalls dankbar, dass weder seine Frau noch er selbst eine Verletzung durch den plötzlichen Angriff erlitten und die beiden ihren Abend wie geplant gemütlich gemeinsam ausklingen lassen konnten.

Im Bezug auf die Antifa-Attacke kündigte Sellner an im Laufe des Freitags eine Anzeige erstatten zu wollen und hofft, dass Überwachungskameras in der Station die Situation festhalten konnten. Weil die Maske eines Linksextremisten verrutscht sei, zeigt er sich zudem zuversichtlich, einen oder mehrere der Angreifer im Zuge eines Bildabgleiches bei der Polizei identifizieren zu können. Am späten Freitagvormittag bestätigte er in seinem Telegram-Kanal, die Sache bereits angezeigt zu haben.

„Rückzugsräume dieser Gewaltsekten ausräuchern“

Aus Sicht des patriotischen Aktivisten zeigt der Vorfall, „wie wichtig es ist, dass gegen diese kriminelle Vereinigung ermittelt wird“. Ebenso erweise sich die Notwendigkeit, sich im Ernstfall verteidigen zu können. Sellner fordert zudem Konsequenzen: „Die Politik muss genau diese Rückzugsräume dieser extremistischen Gewaltsekten ausräuchern“. Wie die Tagesstimme berichtete, forderte etwa die ÖVP kürzlich bereits die Schließung eines berüchtigten Antifa-Zentrums.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Sellner sich gegen eine Überzahl linksextremer Angreifer verteidigen muss. Im Februar 2017 griffen ihn vier bis fünf vermummter Leute aus dem Antifa-Umfeld aus dem Hinterhalt an. Mithilfe von Pfefferspraysalven konnte er sich damals verteidigen – und war trotzdem am nächsten Tag der mediale Buhmann. Kurioses Detail am Rande: Der Angriff ereignete sich damals am Schottentor – nur wenige hundert Meter vom nunmehrigen Schauplatz entfernt…

Aktualisiert (25.09.2020 13:30): Mittlerweile vermeldete Sellner, den Vorfall angezeigt zu haben. Der Artikel wurde entsprechend angepasst.

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