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Österreich

„Schwarze Mogelpackung“: Wiens FPÖ-Chef Nepp attackiert Blümel

Stefan Juritz

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ÖVP-Spitzenkandidat Gernot Blümel hofft bei der Wien-Wahl auf die Stimmen von enttäuschten FPÖ-Wählern. Der blaue Parteichef Dominik Nepp betont hingegen, dass nur die FPÖ für einen  Zuwanderungsstopp und gegen Corona-Panikmache sei.

Wien. – ÖVP-Spitzenkandidat und Finanzminister Gernot Blümel war am Sonntag in der ORF-Pressestunde zu Gast. Dort sprach er sich für weitere Corona-Maßnahmen in Wien aus, damit Deutschland und die Niederlande ihre aufgrund der aktuellen Infektionszahlen verhängten Reisewarnungen zurücknehmen. Seiner Ansicht nach sollte Wien etwa die Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegen.

Derzeit seien 25 Mrd. Euro an Corona-Hilfen für die Wirtschaft rechtsverbindlich zugesagt und man werde die Hilfsmaßnahmen verlängern, wenn die Corona-Entwicklung es erfordere, gab der Finanzminister bekannt.

Blümel setzt auf enttäuschte FPÖ-Wähler

Bei der Wien-Wahl hält Blümel eine rot-türkise Regierung in Wien „natürlich“ für realistisch, andernfalls bleibe er nach der Wahl Finanzminister. Außerdem hofft er auf Stimmenzuwachs vor allem aus dem freiheitlichen Wählerspektrum, da die ÖVP in Wien die „einzige regierungsfähige Mitte-Rechts-Partei“ sei. Die Volkspartei sieht er mit ihrer Linie bei Integration und Sicherheit als Angebot für enttäuschte FPÖ-Wähler.

Nepp: „Blümel ist unglaubwürdig“

FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp reagierte noch am Sonntag auf Blümels Auftritt im ORF. „Die Politik von VP-Blümel besteht aus Täuschen und Tarnen. Tatsache ist, dass er und seine schwarz-grüne Truppe mit der Corona-Panikmache hunderttausende Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben haben und diese sich ihr Leben nicht mehr leisten können“, so Nepp in einer Aussendung. Von den Corona-Hilfen sei bei den Klein- und Mittelbetrieben fast nichts angekommen und Blümel habe es nicht einmal geschafft, „ein Corona-Hilfen Formular richtig ausgefüllt nach Brüssel zu schicken“.

„Auch in der Zuwanderungspolitik ist Blümel völlig unglaubwürdig, hat er doch im Jahr 2015 als damaliger ÖVP-Generalsekretär gemeinsam mit Sebastian Kurz die Grenzen für hunderttausende Wirtschaftsmigranten geöffnet. Außerdem hat die ÖVP allein heuer schon 8.000 Asylwerber nach Österreich gelassen“, kritisiert Nepp. Der „ÖVP-Teilzeitspitzenkandidat“ Blümel sei eine reine „Mogelpackung“, da er auch nach der Wahl Finanzminister bleiben werde. „Die FPÖ ist die einzige glaubwürdige Rot-Weiß-Rot Partei, die konsequent für einen Zuwanderungsstopp eintritt und sich gegen die schwarz-rot-grüne Corona-Panikmache stellt“, kommentierte der FPÖ-Spitzenkandidat.

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