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England

Rechte Aktivisten von Kontokündigungen betroffen

Auch nach dem offiziellen Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU ändert sich im öffentlichen Umgang mit patriotischen Akteuren wenig.

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<p>Symbolbild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2016-01-14_Santander_Bank_Church_Street,_Cromer.JPG" title="via Wikimedia Commons">Kolforn (Wikimedia)</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Symbolbild: Kolforn (Wikimedia) / CC BY-SA [Bild zugeschnitten]

Leeds. – Am Sonntag twitterte die Vizechefin der „Patriotic Alternative“, Laura Towler, darüber, dass die Santander Bank ihr mehrere Konten kündigte. Einem prononciert linken Journalisten zufolge, der sich mit der jungen Frau häufiger energische Twitter-Diskussionen liefert, betrafen die Maßnahmen auch den Gründer und Leiter der Gruppe, den früheren Nachwuchs-Rechtspolitiker und heutigen politischen Kommentator Mark Collett, obwohl noch unklar ist, ob es dabei dasselbe Geldinstitut betraf.

Towler zeigt sich trotz Konto-Kündigung kämpferisch

Auf Twitter teilte die Aktivistin und Vloggerin – mit ihren im charakteristischen Yorkshire-Akzent gehaltenen Analysen verfügt Towler auf YouTube derzeit über knapp 57.000 Fans – eine Kopie des Briefes, den sie von der Bank erhielt. Darin schrieb das Tochterinstitut der größten spanischen Bank, dass man „aufgrund einer Unternehmensrichtlinie“ keine weiteren Gründe und Details zur Sperrung darlege. Diese betraf der Engländerin zufolge sowohl ihr Girokonto als auch ihr Sparkonto.

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Trotz der Hiobsbotschaft gab sie sich kämpferisch und bestätigte, dass derartige „Attacken des Staates“ sie nicht einschüchtern würden. Sie schrieb: „Eigentlich ist mir das egal. Ich sag deshalb jetzt nicht plötzlich: ‚Oh nein! Sie haben mein Bankkonto gesperrt. OK, Leute, ich schere mir jetzt nicht mehr um England. Macht die Grenzen auf!‘ Es gibt nichts, das ihr mir entgegenwerft, das dazu führen würde, dass mir England am Herzen liegt. Also, macht ruhig weiter damit, ihr Schwachköpfe.“

Teemarke distanzierte sich einst von treuer Kundin

Es ist nicht das erste Mal, dass Towler damit Schlagzeilen macht, beim Establishment anzuecken. Im Juni führte ihre erfreute Feststellung, dass ihre Lieblings-Teemarke sich noch nicht hinter „Black Lives Matter“ gestellt hätte, dazu, dass die Firma sich tatsächlich von der treuen Kundin distanzierte und ihr riet, nie wieder deren Produkte zu kaufen – Tagesstimme berichtete. Daraufhin entschied Towler kurzerhand, ihre eigene Teemarke ins Leben zu rufen, deren Start in etwa einem Monat stattfinden soll.

Bei der Patriotic Alternative handelt es sich um eine im Vorjahr gegründete rechte Aktivistengruppe. Für einige öffentliche Wahrnehmung sorgte bald darauf die Kampagne „We were never asked“ der beiden Führungskräfte Collett und Towler. Dabei ließen sie mithilfe dutzender Freiwilliger tausende Briten an einer Meinungsumfrage samt Fragebogen teilnehmen zur Frage, ob diese mit der Umkehr der demographischen Mehrheitsverhältnisse in Großbritannien einverstanden seien. Zudem entstand eine fast 40-minütige Dokumentation, welche dieser Frage nachgeht.

Mehrere Beispielfälle auch im deutschen Sprachraum

Ähnliche Vorkommnisse bezüglich der Kündigung von Bankkonten sind auch im deutschsprachigen Raum längst keine Unbekannte mehr. Alleine der österreichische Identitären-Chef Martin Sellner listet auf seiner Homepage 16 unterschiedliche Geldinstitute, die ihm – zumeist ohne Begründung – die Geschäftsbeziehung aufkündigten. Dazu kommen zahlreiche Löschungen von wichtigen Plattformen im Internet wie Facebook, YouTube oder Twitter sowie eine Reihe von Online-Bezahldiensten.

Aber auch patriotische Politiker machten bereits Bekanntschaft mit derartigen Maßnahmen. Vor einen haben Jahr sperrte etwa die Direktbank ING dem thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke und dessen Gattin die Bankkonten – Tagesstimme berichtete. Schon zwei Jahre zuvor widerfuhr mit Nicolaus Fest einem EU-Parlamentarier der größten deutschen Oppositionspartei ein ähnliches Schicksal.

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