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Wels

U-Haft über mutmaßliches Taliban-Mitglied verhängt

Der Asylwerber aus Afghanistan war am vergangenen Dienstag festgenommen worden.

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Symbolbild (CC0)

Wels. – Das Landesgericht Wes hat noch am Freitag die U-Haft über ein mutmaßliches Mitglied der Taliban verhängt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Wels am Montag. Der 31-jährige Afghane war am Dienstag vom Sondereinsatzkommando Cobra festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrororganisation sowie Verhetzung und Aufforderung zum Terrorismus.

In sozialen Medien aktiv

Der Asylwerber hatte in den vergangenen Monaten eine breit gestreute Aktivität im Internet. Er war auf unterschiedlichen Plattformen, etwa YouTube, Facebook, Instagram und auch TikTok, unterwegs, wie es aus dem Innenministerium hieß. Seine Identität verschleierte er durch die Verwendung verschiedener Tarnnamen. Erst langwierige Ermittlungsarbeit des oberösterreichischen LVT mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung konnte die einzelnen Nutzernamen bei einer Person zusammenführen.

Kampf gegen Radikalisierung und Terrorismus

Die Festnahme des mutmaßlichen Taliban-Mitglieds rief auch politische Reaktionen hervor. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) betonte, es müsse präventiv und mit „Nulltoleranz“ gegen Radikalisierung und Terrorismus vorgegangen werden. Für seinen Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) sei es „neben der hervorragenden Arbeit unserer Behörden wohl auch dem Zufall“ zu verdanken, dass es in Österreich noch zu keinem großen Terroranschlag gekommen sei.

Die Verhaftung hätte zudem gezeigt, dass Österreich keine „Insel der Seligen ist, über die Gott seine schützende Hand hält“. Viel mehr sei Österreich als ein Land mitten in Europa sehr konkret von globalen und europäischen Fehlentwicklungen, wie etwa dem Asyl- und Migrationschaos seit 2015 betroffen, so Haimbuchner in einer Aussendung.

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