„Habe keine Glaskugel“

Schramböck schließt „Lockdown“ nicht aus

Österreichs Wirtschaftsministerin meint, die Verantwortung sei in Wien zu suchen. „Es bräuchte die frühere Sperrstunde“, fordert sie im Interview mit der Kleinen Zeitung. FPÖ-Chef Hofer warnt indes davor, „unser Land an die Wand zu fahren“.

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<p>Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner [Bild zugeschnitten]</p>

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner [Bild zugeschnitten]

Wien. – In Österreich steigen die Corona-Zahlen weiter an und befinden sich aktuell sogar auf einem Rekordhoch. Dadurch stellt sich auch die Frage, ob es zu einem zweiten „Lockdown“ kommen wird. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) schließt dies zumindest nicht mehr aus.

„Ich habe keine Glaskugel“

In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Kleinen Zeitung antwortete die Ministerin auf die Frage, ob sie einen zweiten „Lockdown“ noch für unwahrscheinlich halte: „Ich habe keine Glaskugel. Israel hätte sich auch nicht gedacht, dass es dazu kommen wird. Jetzt spricht man von Bezirken in New York. Das sollte uns zu denken geben.“ Wien strahle auf ganz Österreich aus, die Verantwortung sei auch in der Hauptstadt zu suchen. „Es bräuchte die frühere Sperrstunde. Das sollte nicht von einer Wahl abhängig sein“, so Schramböck.

Enthüllungen über die ÖVP

FPÖ warnt vor zweitem „Lockdown“

FPÖ-Chef Norbert Hofer hatte bereits vor Wochen behauptet, dass es laut Informationen aus dem Umkreis der Kabinette noch vor den Herbstferien einen neuen „Lockdown“ geben könnte. Damals hatte die türkis-grüne Bundesregierung ein solches Szenario deutlich zurückgewiesen. „Das ist keine Ente, sondern eine ganze Entenfarm“, betonte etwa Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

Hofer sieht sich durch die Aussagen Schramböcks nun ein Stück weit bestätigt: „Die Regierung ist drauf und dran, unser Land an die Wand zu fahren. Ein neuerlicher Lockdown wäre der Todesstoß für tausende Betriebe. Jeden Tag neue Verwirrungen, obwohl das heimische Gesundheitssystem noch ausreichend Kapazitäten hat, um einen etwaigen Anstieg der Erkrankungen verkraften zu können“, teilte der FPÖ-Bundesobmann in einer Aussendung am Donnerstag mit.

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