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Instagram will potenziell beleidigende Kommentare automatisch zensieren

Mit der neuen Funktion sollen potenziell verletzende Kommentare von Anfang an verborgen werden.

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Symbolbild (CC0)

Seit wenigen Tagen testet Instagram mehrere neue Funktionen. Unter anderem sollen Kommentare, die potenziell beleidigende oder verletzende Inhalte haben, automatisch verborgen werden. Damit will die Plattform Mobbing und Hassrede entgegenwirken.

Kommentare dennoch einsehbar

Bisher mussten unangemessene Kommentare aktiv von Nutzern gemeldet werden, um schließlich vom System verborgen zu werden. Nun soll dieser Prozess aber automatisch ablaufen. Dabei behilflich ist eine künstliche Intelligenz, die von bisher gemeldeten Beiträgen und Antworten gelernt hat. Nutzern soll es aber nach wie vor möglich sein, die automatisch versteckten Kommentare zu lesen. Dazu müssen sie auf „Versteckte Kommentare ansehen“ klicken.

Dabei handelt es sich um die zweite große Änderung, die Instagram im Kampf gegen Online-Mobbing einführt. Die erste Maßnahme trat bereits im letzten Jahr in Kraft, nachdem die Plattform ein Tool namens „Restrict“ lanciert hat. Dieses erlaubt es, andere Nutzer einzuschränken. So können eingeschräkte Nutzer zwar noch auf Beiträge antworten, diese sind aber nur für sie selbst und niemand anderen ersichtlich.

Warnung vor verletzenden Inhalten

Es wurden allerdings noch weitere kleinere Features gegen Mobbing eingeführt. Instagram warnt Nutzer beispielsweise, bevor sie einen Kommentar absenden, der potenziell verletzend sein könnte. Laut Instagram habe dies zu einer „signifikanten Verbesserung“ der Qualität der Antworten geführt. Außerdem arbeite Instagram daran, eine neue Warnung anzeigen zu lassen, wenn mehrere Beiträge eines Nutzers als unpassend gemeldet wurden. Geht der Nutzer nicht darauf ein, riskiert er, dass seine Kommentare permanent versteckt oder sein Profil deaktiviert wird.

Antwortmöglichkeiten auf Twitter einschränken

Auch der Kurznachrichtendienst Twitter will seine Nutzer besser vor sogenannter Hassrede, Spam und Missbrauch schützen. Seit wenigen Monaten kann man deshalb entscheiden, wer auf einen Tweet antworten darf, wie das Unternehmen mitteilte. Bevor ein Tweet abgeschickt wird, lässt sich die Standardeinstellung „Alle können antworten“ nämlich abändern. Nutzer haben nun also die Möglichkeit, die Zahl derer, die antworten dürfen, einzuschränken: Entwerder nur Menschen, denen man selbst folgt – oder nur Menschen, die man im betreffenden Tweet erwähnt hat. Der Tweet ist dann dementsprechend gekennzeichnet. Nutzer, die vom Antworten ausgeschlossen sind, können den Beitrag trotzdem noch lesen, teilen (mit und ohne Kommentar), oder liken.

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