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Twitter verschärft Regeln vor US-Präsidentenwahl

Demnächst will Twitter seine Nutzer etwa dazu ermutigen, Beiträge nicht nur zu teilen, sondern zusätzlich mit einem eigenen Kommentar zu versehen.

2 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild: Pixabay [CC0]</p>

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Twitter trifft zusätzliche Vorkehrungen, um einen Missbrauch der Plattform rund um die US-Wahlen 2020 zu vermeiden und Fehlinformationen einzudämmen. So soll etwa die Verkündung eines Wahlsiegs vor der offiziellen Bestätigung mit einem Hinweis und einem Link auf die Twitter-eigene offizielle Wahlseite versehen werden, auch wenn diese von den Kandidaten selbst stammen. Beiträge, die den Wahlverlauf stören oder zur Einmischung, auch durch Gewalt, aufrufen, sollen gelöscht werden.

Likes, Retweets und Antworten deaktiviert

Zudem sollen Tweets, die bereits aufgrund von Falschinformationen dementsprechend gekennzeichnet wurden, erst nach der Bestätigung einer entsprechenden Warnung sichtbar werden. Likes, Retweets und Antworten sollen für die als falsch gekennzeichneten Tweets deaktiviert werden und werden durch den Algorithmus von Twitter nicht mehr empfohlen. Laut dem Unternehmen sind alle Konten von US-Politikern einschließlich der Kandidaten- und Kampagnen-Konten sowie US-Konten mit mehr als 100.000 Followern von dieser Maßnahme betroffen.

Vom 20. Oktober an bis mindestens zum Ende der Wahlwoche in den USA will das Unternehmen Nutzer zusätzlich dazu ermutigen, Zitate mit eigenen Kommentaren zu versehen, anstatt die Tweets nur zu teilen. Dazu soll bei einem Klick auf das „Retweet“-Symbol die Zitier-Funktion mit Kommentarfeld geöffnet werden. Bleibt das Kommentarfeld leer, erscheint der geteilte Beitrag als Retweet, erklärt Twitter.

Zusatzinformationen zu Trends

Twitter führte in den letzten Monaten bereits zusätzliche Informationen zu den Trends ein, die erklären sollen, warum dieser Begriff in den Trends von Twitter gelandet ist. Die Funktion soll den Menschen helfen, „schneller ein Verständnis für öffentliche Diskussionen in den USA zu erlangen und das Potenzial für die Verbreitung irreführender Informationen zu verringern“, heißt es dazu in einem Blog-Beitrag des Unternehmens. Rund um die US-Wahlen sollen in den Trends nur Begriffe angezeigt werden, die zusätzliche Informationen enthalten.

Auch Facebook verbietet bereits Anzeigen, die das US-Wahlverfahren und dessen mögliches Ergebnis anzweifeln. Das soziale Netzwerk will auch nach den US-Wahlen vorerst keine Polit-Werbung erlauben.

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