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Phil Collins will Trump Verwendung seiner Musik verbieten

Damit reiht sich Collins in die Liste prominenter Namen ein, die ebenso gegen die Verwendung ihrer Songs bei politischen Veranstaltungen sind.

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<p>Bild: Phil Collins will gegen die Verwendung seiner Musik durch Trump vorgehen / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phil_Collins_-_Royal_Albert_Hall_-_Wednesday_7th_June_2017_PhilCollinsRAH070617-14_(35255874085).jpg">Raph_PH</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten und skaliert)</p>

Bild: Phil Collins will gegen die Verwendung seiner Musik durch Trump vorgehen / Bild: Raph_PH, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten und skaliert)

Der britische Musiker Phil Collins will US-Präsident Donald Trump untersagen, seinen Hit „In the Air Tonight“ im Wahlkampf einzusetzen. Collins‘ Anwälte hätten bereits im Juni und nun erneut am vergangenen Freitag eine entsprechende Unterlassungsklage übermittelt, teilte das Management des ehemaligen Genesis-Frontmanns am Montag der Nachrichtenagentur dpa mit. Von Trumps Vertretern hätten sie bislang aber keine Antwort erhalten.

Keine Erlaubnis

Laut Mitteilung von Collins‘ Sprecherteam habe Trump keinerlei Erlaubnis gehabt, das Lied „In the Air Tonight“ kürzlich bei einem Wahlauftritt im US-Bundesstaat Iowa einzusetzen. In der Mitteilung hieß es, dass der 69-Jährige einer von vielen Künstlern sei, die sich dagegen wehrten, dass Trump ihre Musik zu seinem politischen Vorteil benutze. Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Übertragung sei es zudem „höchst unsensibel“, dieses Lied zu verwenden.

Beschwerden von Künstlern

Immer wieder beschweren sich Musiker, dass Trump ihre Songs für Wahlauftritte nutzt. So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Adele und die Familie des 2017 verstorbenen Tom Petty den US-Präsidenten dafür kritisiert. Der kanadische Rockstar Neil Young reichte im August eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen ein. Die Familie von Petty etwa wehrte sich dagegen, dass dessen Lied „I Won’t Back Down“ bei einem Wahlkampfautritt Trumps in Tulsa zum Einzug gespielt wurde.

Vor etwa drei Monaten unterzeichneten große Künstler aus der Musikszene einen offenen Brief, in dem gefordert wurde, dass Parteien und Politiker die Zustimmung der Urheber einholen müssen, bevor sie deren Songs bei politischen Veranstaltungen abspielen dürfen.

Auch Obama wurde für Verwendung von Musik kritisiert

Kritik an der Verwendung von Musik bei politischen Wahlkampfveranstaltungen gab es bereits vor Jahrzehnten. Im Jahr 1984 stellten sich Bruce Springsteen und John Mellencamp gegen die Verwendung ihrer Lieder „Born in the U.S.A.“ bzw. „Pink Houses“. Auch Politiker wie George H. W. Bush und Barack Obama, die Senatoren Mitt Romney und John McCain wurden für ihren Umgang mit musikalischen Werken bei Wahlkampfveranstaltungen kritisiert.

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