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Wegen Kritik nach Nizza-Anschlag

Asyl-NGO zeigt AfD-Politiker an

Bezüglich einer pointierten Reaktion des AfD-Politikers Georg Pazderski auf die Anschläge von Nizza versteht die Mittelmeer-NGO „Sea Eye“ keinen Spaß: Sie zeigt den Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus wegen der Aussage, dass sich die Gruppierung mitschuldig gemacht habe.

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<p>Bild (Pazderski 2016): Sandro Halank via <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:2016-12-08_Georg_Pazderski_by_Sandro_Halank–2.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Pazderski 2016): Sandro Halank via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Der Umstand, dass der islamistische Attentäter von Nizza mutmaßlich erst vor wenigen Wochen über das Mittelmeer nach Europa kam, sorgt für hitzige Debatten. Insbesondere patriotische Akteure sehen ihre Fundamentalkritik an ihrer Ansicht nach zu laschen Migrationsgesetzen und dem Treiben einschlägiger Mittelmeer-NGOs bestätigt. Diese Bewertung traf auch Pazderski unlängst – was, wie die Junge Freiheit berichtet, allerdings nun juristische Folgen nach sich ziehen könnte.

Mit welchem NGO-Schiff kam Terrorist nach Europa?

Pazderski meinte nämlich in einem Facebook-Beitrag, dass es „keinen Zweifel“ daran gäbe, dass der Islamist auf dem Schiff „Alan Kurdi“ nach Europa gekommen sei“. Aufgrund dessen hätte die Organisation Sea-Eye „spätestens jetzt Blut an ihren Händen“. Die Gruppe setzt sich in der sogenannten „Seenotrettung“ ein, Kritiker bemängeln, dass dadurch überhaupt erst Anreize geschaffen würden für Migranten, sich auf die gefährliche Überfahrt zu begeben.

Zur Stützung seiner Behauptung teilte Pazderski die Überschrift eines Nachrichtenmediums und verwies auf weitergehende „Recherchen“. Demnach hätte sich herausgestellt, dass am fraglichen Tag der Aufsammlung des mutmaßlichen Nizza-Terroristen lediglich die „Alan Kurdi“ auf Lampedusa überhaupt anlegte.

„Sea Eye“ widerspricht Darstellung, zeigt Pazderski an

Die Organisation wiederum widerspricht der Anschuldigung, dass jener Tunesier, der in Nizza rund um eine Kirche drei Menschen tötete, sich auf einem ihrer Schiffe befand. An ein ehrliches Irrtum des AfD-Politikers will man nicht glauben, will nun juristische Konsequenzen bewirken.

Die Anzeige bei der Polizei in Regensburg begründen sie damit, dass Pazderski sich „mit Falschbehauptungen […] auf dem Rücken der Opfer von Nizza politisch zu profilieren“ versuche. Es handle sich um einen „plumpen Versuch“, den man für „respektlos vor den Opfern und ihren Angehörigen“ hält.

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