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Er? Sie? Videospiel ‚Call of Duty‘ bietet drittes Geschlecht als Option an

In der Spieler-Community löste die Neuerung unterschiedlichste Reaktionen aus.

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<p>Symbolbild: Pronomen / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gender_recognition_pins_cropped.jpg">AWang (WMF)</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Pronomen / Bild: AWang (WMF), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Santa Monica. – Vor wenigen Tagen wurde der neueste Teil der beliebten Ego-Shooter-Reihe „Call of Duty“ veröffentlicht. Es spielt im Kalten Krieg während der 1980er-Jahre und trägt deshalb auch den Titel „Call of Duty: Black Ops Cold War“. Das außergewöhnliche daran: Nach Beschwerden aus der LGBTQ-Community bietet das Spiel eine „nicht-binäre“ Option beim Geschlecht des spielbaren Soldaten an. Für den ein oder anderen dürfte das angesichts des 80er-Jahre-Settings durchaus merkwürdig anmuten.

Gendern wirkt fehl am Platz

In einer früheren Version des Spiels lauteten die Auswahlmöglichkeiten für das Geschlecht noch männlich, weiblich und „geheim“ (classified). Laut den Entwicklern wäre das eine nette Option, um einen düsteren, geheimnisvollen Black-Ops-Soldaten darzustellen. Diese Erklärung kam jedoch nicht bei allen gut an. Die Einordnung des Geschlechts als etwas streng Geheimes, das es zu verbergen gelte, empörte einige Spieler aus der LGBTQ-Community.

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Aufgrund der Kritik an dem geheimen Geschlecht gibt es jetzt stattdessen die Option „nicht-binär“, also eine diverse Geschlechteridentität, die sich nicht in weiblich oder männlich einteilen lässt. Im Kontext der Kampagne wirkt das allerdings beinahe absurd. Denn die Handlung spielt in den 80er-Jahren und US-Präsident Ronald Reagan spricht den gegebenenfalls nicht-binären Soldaten, der in seinem Auftrag geheime und höchst kontroverse Militäreinsätze erledigt, mit einem geschlechtsneutralen Pronomen an.

Unterschiedliche Reaktionen auf Twitter

Auf Twitter machten sich einige Nutzer über die angepasste Auswahlmöglichkeit bei der Frage nach dem Geschlecht lustig. So schrieb ein Nutzer etwa, dass er sich als Kampfhubschrauber identifiziere und deshalb auch als solcher spielen wolle.

Andere Nutzer wunderten sich eher darüber, dass sich der konservative Präsident um gendergerechte Sprache bemüht, während er Soldaten kriegerische Operationen durchführen lässt. Und wieder ein Anderer meinte, dass er sich nicht daran erinnern könne, dass es Geschlechterneutralität bereits zur Zeit des Kalten Krieges gab.

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