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Kanarische Inseln

Neue Lager für 7.000 Migranten

In diesem Jahr kamen um 1.000 Prozent mehr Migranten als im Vorjahr mit Booten auf den Kanaren an.

2 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild: Migranten auf einem Schlauchboot / Mstyslav Chernov/Unframe [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Refugees_crossing_the_Mediterranean_sea_on_a_boat,_heading_from_Turkish_coast_to_the_northeastern_Greek_island_of_Lesbos,_29_January_2016.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Migranten auf einem Schlauchboot / Mstyslav Chernov/Unframe [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Las Palmas. – Nachdem auf den Kanaren immer mehr Migranten ankommen und sich die Inseln damit zu einem neuen Hotspot entwickeln, will Spanien nun provisorische Aufnahmezentren mit insgesamt 7.000 Plätzen errichten, um die Krise einzudämmen. Zugleich bereitet das Land aber Abschiebungen der Migranten vor.

Auch „stabilere Zentren“ geplant

Die geplanten Lager würden „schon in wenigen Wochen“ zur Verfügung stehen, versprach Migrationsminister José Luis Escrivá bei einem Besuch in Las Palmas de Gran Canaria. Den Angaben nach sollen sie auf Grundstücken oder in Gebäuden des Verteidigungsministeriums auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura errichtet werden. Daneben werde man auch an dem Bau „stabilerer Zentren“ arbeiten, erklärt Escrivá.

Dieses Jahr trafen auf den Kanarischen Inseln mehr als 18.000 Migranten aus Afrika ein. Das bedeutet nach amtlichen Angaben eine Steigerung von 1.000 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Etwa 5.500 dieser Migranten sind derzeit übergangsweise in 17 Hotels untergebracht. Wegen der Corona-Pandemie sind die Kanaren zur Zeit nicht so ausgebucht wie sonst zu dieser Jahreszeit.

Kanaren sollen kein Sprungbrett nach Europa sein

Der Zentralregierung wird von Regionalpolitikern unterdessen vorgeworfen, die Kanaren in der Krise im Stich zu lassen. Rettungsdienste und Polizei seien völlig überfordert. Madrid weigert sich derweil, die Migranten ans Festland zu bringen. Man wolle nicht die Botschaft vermitteln, dass die Kanaren als Sprungbrett nach Europa dienten, hieß es. Bis auf wenige Ausnahmen strebe Madrid die Rückführung aller Migranten an, die auf den Kanaren ankommen, berichtete die Zeitung El Mundo dieses Woche unter Berufung auf das Außenministerium.

Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte bei einem Besuch in Marokko: „Die Migrationspolitik wird von der EU bestimmt, nicht von Spanien allein.“ Es gehe darum, die illegale Migration zu bekämpfen. Mit seinem marokkanischen Kollegen Abdelouafi Laftit verhandelte er nach Medienberichten über schnellere Abschiebungen.

Weiterlesen:

Spindelegger: „Migrationsdruck wächst“ ( 20.11.2020)

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