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„Diversity“

Edeka löst mit Multikulti-Werbung Shitstorm aus

Die deutsche Supermarktkette Edeka wirbt in ihrem Weihnachtsvideo für eine bunte Gesellschaft. Die Reaktionen sind allerdings überwiegend negativ.

2 Minuten Lesezeit
<p>Das Edeka-Werbevideo sorgt für Aufregung im Internet. © Screenshot YouTube</p>

Das Edeka-Werbevideo sorgt für Aufregung im Internet. © Screenshot YouTube

Hamburg. – Das hat sich Edeka wohl anders vorgestellt: Pünktlich zur Vorweihnachtszeit veröffentlichte die Supermarktkette unter dem Motto „Lasst uns früh und bunter sein“ ein neues Video zur Weihnachtszeit. Darin zu sehen wie eine deutsche Familie an der Fleischtheke einer Edeka-Filiale steht und sich nicht entscheiden kann, wie das diesjährige Weihnachtsmenü aussehen soll. Ein Rückblick im Video zeigt, dass man sich in den Jahren davor am Männergeschmack der Tochter orientiert hatte. Man sieht die Tochter ihren japanischen Freund mit Sushi-Rollen füttern, im Jahr davor gab es Falafel für den marokkanischen Freund. Schließlich scheint sich die Tochter dieses Jahr wegen des Italieners hinter der Theke für ein italienisches Menü zu entscheiden. „Wir lieben Lebensmittel und ihre Vielfalt, deshalb ist unser Weihnachtsangebot so bunt wie unsere Gesellschaft“, teilt Edeka am Ende des Videos mit.

Shitstorm von links und rechts

Während der Konzern für mehr „Vielfalt“ und „Toleranz“ werben wollte, reagierten viele Nutzer empört. Das zeigt sich sich etwa auf YouTube, wo das Video über 180.000 Mal gesehen wurde und bei über 20.500 Dislikes nur 775 Likes erhielt (Stand: 22.11.2020, 16:20 Uhr).

Einige Nutzer aus dem linken Spektrum warfen Edeka in dem Video „Rassismus“ und „Sexismus“ vor. „Die Pauschalisierungen: ‚der Japaner, der Sushi isst‘, ‚der Marokkaner, der Falafel isst‘ schüren lediglich Vorurteile. Zudem wird der vermeintlich nicht-deutsche Mann durch die Gleichstellung mit Essen entmenschlicht – ein nettes exotisches Accessoire, um das Weihnachtsfest noch aufregender zu gestalten“, heißt es etwa in einer Petition, die eine „angemessene Auseinandersetzung mit der Thematik und Werbung ohne Bedienung von rassistischen und sexistischen Klischees“ fordert.

Edeka erntete aber auch einige Kritik von rechter Seite: „Multikulti mit der Brechstange, es kotzt einen nur noch an! Damit erreicht ihr genau das Gegenteil!“, kommentierte ein Nutzer das Video. Und ein anderer: „Jetzt fehlt nur noch die Umbenennung in buntes Winterfest. Einkaufsboykott sofort!“

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