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Irmgard Griss

„Impfung wird die einzige Lösung sein“

Griss hält auch eine indirekte Impfpflicht in bestimmten Bereichen für denkbar.

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<p>Bild: Ex-Neos-Mitglied Irmgard Griss / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Irmgard_Griss.jpg">VfGH/Achim Bieniek</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en">CC BY-SA 3.0 AT</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Ex-Neos-Mitglied Irmgard Griss / Bild: VfGH/Achim Bieniek, CC BY-SA 3.0 AT, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. – Die ehemalige Neos-Abgeordnete und frühere OGH-Präsidentin Irmgard Griss hat am Sonntagabend in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ betont, dass eine Impfpflicht aus ihrer Sicht „die einzige Lösung“ im Kampf gegen das Coronavirus sein werde. Die Betonung der Freiwilligkeit im Zusammenhang mit einer Impfung gegen das Virus durch die Politik bewertet sie als „kontraproduktiv“.

Situation muss „beendet“ werden

Griss verwies auf die massiven Einschränkungen durch die Pandemie und deren Folgen: „Existenzen werden vernichtet, Menschen verlieren ihr Leben, tragen dauerhafte Schäden davon“. Sie forderte, dass diese Situation „beendet“ werden müsse.

Zur Diskussion um die Sicherheit der erwarteten Vakzine gegen SARS-CoV-2 meinte sie, es sei „undenkbar, dass man diese Mengen Impfstoff produziert und bezahlt und verteilt“, falls Wirksamkeit und Unschädlichkeit nicht feststehen würden. Sie vertraue da auf die zuständigen Institutionen, und wenn einmal ein Impfstoff zugelassen sein werde, sei es kontraproduktiv, nur auf Freiwilligkeit abzustellen, „weil das das Ganze wieder schwächt“, so Griss.

Frage nach indirekter Impfpflicht

Die Vakzinologin Ursula Wiedermann-Schmidt, Leiterin der Infektiologie und Immunologie an der MedUni Wien gab zu bedenken, dass sie über eine Impfpflicht-Diskussion schon deshalb unglücklich sei, weil in absehbarer Zeit noch gar nicht so viel an Produkt zur Verfügung stehen werde, dass die gesamte Bevölkerung damit versorgt werden könnte. Zudem bekämen „die Leute dann noch mehr Angst“. Zunächst müsse man sich aber schon wegen der Verfügbarkeit ohnehin auf Risikopersonen wie Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal fokussieren und die Verteilung priorisieren.

Zur Frage, ob eine indirekte Impfpflicht in bestimmten Bereichen entstehen könnte, meinte Griess, es sei denkbar, dass etwa Firmen wie eine Fluglinie den Standpunkt einnehmen könnten: „Meine Leistung bekommst du nur, wenn du geimpft bist“, sofern daraus kein Zwang entsteht, weil der Kunde auf einen anderen Anbieter ausweichen könnte.

Australische Airline verlangt Impfnachweis

Der Chef der australischen Airline Qantas, Alan Joyce, erklärte erst unlängst, dass seine Gesellschaft bei Interkontinentalflügen nur noch geimpfte Passagiere befördern werde, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Fluggessellschaft würden entsprechend angepasst. Joyce geht nach eigenen Worten davon aus, dass Qantas damit nicht alleine steht, sondern Fluggesellschaften weltweit ähnliche Regeln eingeführen werden. „Ich glaube, das wird eine normale Sache sein, nach Gesprächen mit meinen Kollegen von anderen Airlines zu urteilen“, so Joyce.

Die Lufthansa will von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen. Die Einführung einer derartigen Pflicht sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, erklärte am Dienstag ein Konzernsprecher in Frankfurt. Für die jeweiligen Reisevoraussetzungen seien die nationalen Regierungen der Länder zuständig. Diese müssten zunächst einen Plan erstellen, sobald sie verfügbar seien.

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