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Britische Großstadt gibt sich lauter politisch korrekte Straßennamen

Um die Inklusivität eines neuen Areals von sozialem Wohnbau darzustellen, sollen multikulturelle und linke Schlagwörter die künftigen Straßennamen im Viertel bilden.

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<p>Bild: Birmingham City Council [open government licence]</p>

Bild: Birmingham City Council [open government licence]

Birmingham. – Kurz konnte man meinen, diesmal sei das Nachrichtenportal Breitbart einer medialen Ente oder Satiremeldung aufgesessen. Dann stellte heraus: Dieser Beschluss des Gemeinderats in der zweitgrößten britischen Stadt Birmingham ist voller Ernst. Künftig sollten dort Straßennamen wie „Equality Road“ (Gleichheitsstraße) oder „Diversity Grove“ (Vielfaltshain) zu finden sein.

Vorschlag soll anzunehmende Bewohner-Vielfalt widerspiegeln

Diese Entscheidung fiel aber nicht etwa aus reinen ideologischen Vorstellungen – der ganzen Sache ging nämlich sogar der Anschein von Bürgerbeteiligung voraus. Die Bürger der von der sozialdemokratischen Labour-Partei regierten und multikulturellen, einstigen Arbeiter- und Industriestadt in den Midlands waren bei einem Contest dazu aufgerufen, Vorschläge einzureichen. Zahlreiche Personen beteiligten sich an der öffentlichen Ausschreibung – die Entscheidung fiel trotzdem vonseiten einer Jury.

Und diese entschied für den Vorschlag einer Anrainerin, die der Ansicht war, dass die Straßennamen die anzunehmende Vielfalt künftiger Bewohner der 1,400 Gemeindebau-Wohnungen darstellen solle. Die sechs Straßen heißen nun „Equality Road“, „Diversity Grove“, „Inspire Avenue“ (Inspirationsallee), „Destiny Road“ (Schicksalsstraße), „Respect Way“ (Toleranzweg) und „Humanity Close“ (Menschlichkeitshof).

Commonwealth Games im Stadtteil – mit „denselben Werten“

Als Vorsitzender der Jury fungierte der Labour-Stadtrat für Infrastruktur, Wasseem Zaffar, der wie etwa die Hälfte der Stadtbevölkerung selbst einen Migrationshintergrund besitzt und für den stark ethnisch durchmischten Stadtteil Lozells sein Mandat in der Kommunalpolitik ausübt. Die Entscheidung sei gefallen, weil der Vorschlag „jeden der Juroren tief berührt“ hätte. Denn die „ausgewählten Werte“ würden die „Essenz des Stadtteils Perry Barr und der Stadt Birmingham in ihrer Gesamtheit“ am besten einfangen.

Die Jubelstimmung ist auch deshalb groß, weil im Jahr 2022 just in dieser Gegend der Stadt die wichtigen Commonwealth Games – eine Art „Olympia für Länder des ehemaligen Empires“ – stattfinden und quasi die Welt auf das Viertel sehe. Eine Sprecherin der die Spiele ausrichtenden Stiftung gefiel besonders gut, dass der siegreiche Vorschlag mit den Werten Menschlichkeit, Gleichheit und Schicksal genau an jene drei Werte erinnere, die auch jene der Commonwealth Games seien.

Verantwortliche ohne Verständnis für breite Kritik

Die Kritik vieler Bürger war breit – aus unterschiedlichsten Gründen. Ein Twitter-Nutzer sprach etwa von einer „Fortsetzung der ethnischen Säuberung in Birmingham“. Weitere Stimmen sahen in dieser Benennung eine „Verschwendung von Steuergeld“. Andere wiederum hätten sich eine Benennung nach prominenten Persönlichkeiten, wahlweise nach Sportlern oder berühmten Persönlichkeiten aus der Migranten-Community, anstelle der Verwendung politisch korrekter Schlagwörter gewünscht.

Beim zuständigen Jury-Vorsitzenden Zaffar stieß diese Kritik übrigens auf taube Ohren. Auf Twitter ließ er die Unkenrufer wissen: „Die Reaktion mancher zeigt, dass es umso wichtiger, genau diese Werte zu bekräftigen“.

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