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Bischof und Dompfarrer fordern Aufnahme von Migranten aus Lesbos

Dompfarrer Faber bezeichnet die Aufnahme der Migranten von der Insel Lesbos als „Gebot der Stunde“.

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<p>Bild: Der Wiener Dompfarrer Toni Faber fordert gemeinsam mit dem Bischof von Innsbruck die Aufnahme von Lesbos-Migranten / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:GuentherZ_2012-05-25_0163_Wien01_Stephansdom_Erster_Steffel-Turmlauf_Toni_Faber.jpg">GuentherZ</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0">CC BY 3.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Der Wiener Dompfarrer Toni Faber fordert gemeinsam mit dem Bischof von Innsbruck die Aufnahme von Lesbos-Migranten / Bild: GuentherZ, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Innsbruck/Wien. – Gemeinsam mit dem Wiener Dompfarrer Toni Faber fordert der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler die Aufnahme von Migranten von der griechischen Insel Lesbos. Damit unterstützen sie die Initiative „Courage – Mut zur Mitmenschlichkeit“.

„Größter Katastrophenschauplatz Europas“

Im Rahmen einer Aktion, die am Samstag vor dem Wiener Stephansdom stattgefunden hat und mit welcher man auf die Situation der Migranten auf Lesbos aufmerksam machen wollte, bezeichnete Faber die Aufnahme der Migranten als „Gebot der Stunde“. Er appellierte auch in seiner Kolumne im Kurier an Österreich und alle EU-Länder, die Asylverpflichtungen weiterhin wahrzunehmen. Denn die Lager auf Lesbos seien nicht winterfest und schlicht „menschenunwürdig“.

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Zwar habe sich drei Monate nach dem verheerenden – mutmaßlich durch Brandstiftung enstandenen – Brand im Lager Moria „viel getan“ und es seien auch Sachspenden aus Österreich eingetroffen, doch ein „Schönreden“ und eine „aufgeschaukelte Empörungsrhetorik“ würden nicht helfen. Lesbos sei der größte Katastrophenschauplatz Europas, so Faber. Die aktuelle Winterkälte auf der Insel rufe „zur Setzung eines deutlichen Zeichens“ auf.

Einheitliche EU-Linie erforderlich

Auch eine einheitliche Linie der Bischöfe in der EU sei angesichts der Lage vor Ort dringend erforderlich. Es brauche sowohl „Hilfe vor Ort und nachhaltige Verbesserungen der Lebensbedingungen in den Herkunftsländern“, aber auch die Aufnahme von Migranten in der EU und Österreich. Migranten würden ihr Leben riskieren und viele von ihnen seien danach traumatisiert, so Faber.

Indes war der Innsbrucker Bischof Glettler letzte Woche selbst in Lesbos, um sich ein Bild über die Lage zu verschaffen. Angesichts der Situation appellierte er einmal mehr an die österreichische Bundesregierung, Migranten aus Lesbos aufzunehmen. Aktuell sollen sich an die 9.000 Migranten in Zeltlagern auf Lesbos befinden, davon 7.300 Personen im größten Lager Kara Tepe II., das nach dem Brand des Lagers Moria errichtet worden war.

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