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Islamismus an Frankreichs Schulen

800 Fälle in den letzten zwei Monaten

In Frankreich werden Lehrer immer öfter bedroht und eingeschüchtert. Auch in Deutschland sorgt man sich um ähnliche Entwicklungen.

2 Minuten Lesezeit
<p>Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jean-Michel_Blanquer_(36075951714).jpg">Ecole polytechnique Université Paris-Saclay</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC BY-SA 2.0</a>, via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]</p>

Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer: Ecole polytechnique Université Paris-Saclay, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Paris. – Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer berichtete am vergangenen Dienstag im Interview mit dem französischen Privatradiosender RTL von zahlreichen Meldungen, in denen Lehrer in den vergangen zwei Monaten Einschüchterungen oder Drohungen erlebt hätten, die dem „islamistischen Radikalismus“ zuzuordnen wären. Seit der Ermordung des französischen Lehrers Samuel Paty im vergangenen Oktober seien 800 solcher Fälle bekannt, berichtete Blanquer. Paty, welcher auf offener Straße brutal ermordet wurde, war Geschichtslehrer im Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine und hatte seinen Schülern im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Daraufhin soll der Lehrer Drohungen erhalten haben, bevor er schließlich, nur wenige Meter von seiner Schule entfernt, dem radikalen Islamismus zum Opfer fiel und enthauptet wurde. – Die Tagesstimme berichtete.

Bildungsminister Blanquer: „Nicht tolerierbar“

Die Meldungen in den letzten zwei Monaten seien in ihrer Anzahl zwar alarmierend, viele davon wären aber „von kleinerem Ausmaß“, erklärte Blanquer. „Der schwerwiegendste Fall war eine Morddrohung von einem Elternteil eines Schülers.“ Dieser sei strafrechtlich verfolgt worden und der Täter habe schließlich eine Gefängnisstrafe erhalten. Des Weiteren stehen laut Blanquer derzeit rund zehn Lehrer unter Polizeischutz. Er verurteilte die berichteten Fälle als nicht tolerierbar. Man sei sehr aufmerksam und würde die betreffenden Personen beobachten, berichtete der Bildungsminister weiter, der diesen „Einschüchterungen“ ein Ende setzen möchte.

Angst vor französischen Verhältnissen

Frankreich steht mit diesen Entwicklungen nicht alleine da. Auch in den Nachbarländern macht man sich Sorgen. So warnte die deutsche Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in einem Interview mit der Welt am Sonntag vor dem Einfluss des Islams an deutschen Schulen: „Hier muss man sehr wachsam sein. Es geht darum, unsere Werte zu schützen und auch unseren Lehrkräften beizustehen.“

Erst kürzlich machte in diesem Zusammenhang beispielsweise die Berliner Christian-Morgenstern-Schule negative Schlagzeilen. Ein elfjähriger muslimischer Schüler hatte seiner Deutschlehrerin vor der gesamten Klasse gedroht, sie zu enthaupten. Anlass hierfür war offenbar ein anstehendes Elterngespräch.

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