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Fast totgeprügelt

Anklage gegen zwei Linksextreme nach Überfall

Nach einem linksextremen Überfall musste der rechte Gewerkschafter Andreas Ziegler um sein Leben ringen. Die Staatsanwaltschaft erhebt jetzt Anklage gegen zwei Tatverdächtige wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung.

2 Minuten Lesezeit
<p>Bildquelle: (C) EinProzent.</p>

Bildquelle: (C) EinProzent.

Stuttgart. – Am 16. Mai kam es zu einem brutalen Überfall vermummter Linksextremer auf drei Mitglieder der rechten Gewerkschaft „Zentrum Automobil“, die gerade am Weg zur „Querdenken 711“-Demonstration waren. Die drei Gewerkschafter wurden schwer verletzt. Einer musste sogar mit lebensgefährlichen Verletzungen einen Monat lang in künstliches Koma versetzt werden.

Geplanter Überfall

Laut Bericht der Staatsanwaltschaft hatten sich 20 bis 40 Personen aus der linken Szene zusammengefunden, um die drei Gewerkschafter mittels Schlagwerkzeugen anzugreifen und zu verletzen. „Hierbei sei geplant gewesen, die Angriffe als koordiniert und homogen auftretende Gruppe durchzuführen, um dadurch eine Identifizierung einzelner Handelnder zu erschweren und Dritte an einem Eingreifen zu hindern“, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart in einer Presseaussendung mit.

Gegen zwei Tatverdächtige wurde nun Anklage erhoben. Beide Männer befinden sich aktuell in Untersuchungshaft.

Versuchter Totschlag

Ein damals 20-Jähriger muss sich u.a. wegen versuchten Totschlags verantworten. Er soll gemeinsam mit weiteren Angreifern einem der Geschädigten massive Schläge gegen den Kopf versetzt haben, wobei die nicht identifizierten Mittäter auch Schlagwerkzeuge eingesetzt haben sollen. „Nachdem der Angegriffene bewusstlos zu Boden gegangen war, sollen zumindest zwei der Täter noch weiter auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben“, heißt es weiter im Bericht der Staatsanwaltschaft.

Gefährliche Körperverletzung

Bei dem zweiten Angeklagten handelt es sich um einen 24-jährigen Mann. Er steht im Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Der 24-Jährige soll ebenfalls gemeinsam mit anderen nicht identifizierten Mittätern die beiden anderen Gewerkschafter mit Reizstoff besprüht, einen der Geschädigten zu Boden getreten und mit dem Pfefferspray gegen den Kopf geschlagen haben. Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden Geschädigten überdies von unbekannten Mittätern geschlagen und getreten worden sein. Sie erlitten ebenfalls erhebliche Verletzungen.

Die Ermittlungen gegen die noch unbekannten Mittäter dauern weiterhin an. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Verhandlungstermine entscheidet nun das Landgericht Stuttgart.

Dokumentation linker Gewalt: www.linke-gewalt.info

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