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„Eintrittstests“

Konzertveranstalter zweifelt an Umsetzbarkeit

Bei mehr als Tausend Besuchern seien Testkontrollen schon nicht mehr machbar, meint ein Konzertveranstalter aus Kärnten.

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<p>Symbolbild: Konzertbesucher/ Bild:<br />
Photo by form PxHere<br />
(CC0)</p>

Symbolbild: Konzertbesucher/ Bild:
Photo by form PxHere
(CC0)

Wien/Klagenfurt. – Auch wenn die Pläne der türkis-grünen Koalition zum Freitesten für die Woche nach dem 18. Jänner mit dem Nein der Opposition gescheitert sind, lebt ein Teil des Konzepts doch weiter. Der neue Arbeitstitel, mit dem sich die Landeshauptleute am Montag in einer Videokonferenz mit der Bundesregierung angefreundet haben, lautet „Eintrittstests“. Der Kärntner Konzertveranstalter Thomas Semmler von „Semtainment“ ist allerdings skeptisch was die Umsetzbarkeit der Idee betrifft.

Kontrolle durch Behörden

„Im Theater oder bei Opern wäre das umsetzbar, aber bei Open Air Konzerten mit Tausenden Besuchern schwer“, sagte er am Dienstag im APA-Gespräch. Die Grenze, ab der Testkontrollen problematisch in der Umsetzung werden, sieht Semmler bei rund 1.000 Gästen. Zudem dürfte man Kontrollen auch nicht den Veranstaltern und ihren Mitarbeitern überlassen, das müssten auch aus Datenschutzgründen die Behörden übernehmen. „Man müsste ja auch den Ausweis kontrollieren, ob das auch die Person ist, die den Test gemacht hat.“

Vom zeitlichen Aufwand bei einem Konzert mit mehreren Tausend Besuchern und Maßnahmen, dass sich nicht schon am Parkplatz Mengen bilden, ganz abgesehen. Auch Tests vor Ort schätzt Semmler als „unmöglich“ umsetzbar ein. Da machen wir als Veranstalter lieber gar nichts.“

Warten auf gewisse Durchimpfungsrate

Rechtlich problematisch ist laut Semmler der Umstand, dass Konzerte vom Vorjahr auf heuer verlegt wurden, und damals beim Ticketkauf in den AGBs keine Rede von Tests war. „Man könnte das wenn, dann nur auf neue Veranstaltungen anwenden.“ Semmler sieht bei den inzwischen angelaufenen Impfungen die Möglichkeit, einen Impfpass schon beim Kartenkauf zu kontrollieren. „Das wäre das einzig Mögliche“.

Aber andererseits würden Konzerttickets auch gerne weitergegeben und verschenkt, also auch hier wären Kontrollen durch Veranstalter beim Ticketkauf wenig praxistauglich. „Da warten wir lieber noch länger ab, machen nur kleinere Events und größere erst wieder ab einer gewissen Durchimpfungsrate.“

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