„Wir machen auf“

Ladenbesitzer werben für zivilen Ungehorsam

Deutschland wird den Lockdown voraussichtlich bis Ende Januar verlängern. Einige Selbständige wollen ihre Geschäfte trotzdem bereits früher öffnen.

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Symbolbild (CC0).

Berlin. – Die Wut und die Verzweiflung vieler Gewerbetreibender über die umstrittenen Corona-Maßnahmen werden spürbar größer. Nun hat sich eine Telegram-Gruppe gebildet, in der zum „zivilen Ungehorsam“ der Ladenöffnung aufgerufen wird. Knapp 50.000 Personen haben sich in der Gruppe „Wir machen auf – Kein Lockdown mehr“ innerhalb von nicht mal 24 Stunden zusammengeschlossen. „Gewerbetreiber, Gastro, Einzelhandel, Kosmetik, Friseur… Ab dem 11. Januar öffne ich die Türen. Eine weitere Verlängerung wird nicht mehr akzeptiert“, heißt es in der bereits am vergangenen Samstag gegründeten Gruppe.

Diskussionen auch auf Twitter

Doch Telegram ist nicht das einzige soziale Netzwerk, auf dem die Idee einer „wilden“ Öffnung diskutiert wird. Der Hashtag #WirMachenAuf sorgte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter für Aufsehen. „Was wäre die Alternative? Konkurs durch Verbote und Einschränkungen? Sollte man da nicht lieber das Risiko einer Geldstrafe eingehen, die auch noch rechtlich angefochten werden kann?“, lautete etwa ein Beitrag unter dem Hashtag. Auf Twitter meldeten sich auch Gegner der Idee unter #WirMachenEuchDicht zu Wort. Dort werden die verzweifelten Gewerbetreibenden oftmals als „Covidioten“ beleidigt.

Enthüllungen über die ÖVP

Protest in Nürnberg

Die Gewerbetreibenden sind jedoch nicht die einzigen, die sich zunehmend gegen die umstrittenen Lockdown-Maßnahmen auflehnen. Trotz Verboten waren am Wochenende zahlreiche Menschen zu Ausflügen in verschneite Bergregionen entschlossen. In vielen Orten wie dem nordhessischen Wintersportort Willingen hat die Polizei sogar Betretungsverbote verhangen. In Nürnberg versammelten sich am Sonntag etwa 300 Kritiker des Lockdowns zu einer Demonstration und riefen unter anderem „Söder (gemeint ist der bayrische CDU-Ministerpräsident Markus Söder, Anm. d. Red.) muss weg“.

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