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Schauspielerin Proll zeigt Unverständnis für Lockdown und Maskenpflicht

Von der Politik fühlt sich die 46-Jährige aktuell Corona-bedingt entmündigt. Zudem ist sie der Meinung, dass das Volk immer „passiver und infantiler“ wird.

3 Minuten Lesezeit
<p>Bild: Nina Proll bei der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2013 / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nina_Proll_Nestroy_2013_Interview.jpg">Manfred Werner &#8211; Tsui</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Nina Proll bei der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2013 / Bild: Manfred Werner – Tsui, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. – Nina Proll, die in der bekannten österreichischen Fernsehserie „Vorstadtweiber“ eine der Hauptrollen spielt, hat sich in einem Interview mit dem Standard kritisch zu den Corona-Maßnahmen der Regierung geäußert. Unverständnis zeigt sie vor allem für den zweiten Lockdown und das Tragen von Masken.

„Lockdown ist gesundheitsschädlich“

Obwohl die Schauspielerin den ersten Lockdown „sehr genossen“ und auch verstanden habe, finde sie bereits den zweiten „demokratiepolitisch unverantwortlich“. Proll verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die damals von solch einem abgeraten hatte. „Menschen ihrer Rechte zu berauben, sie einzusperren, ihnen ihre wirtschaftlichen Grundlagen zu entziehen ist nicht nur keine durchhaltbare Strategie, sondern auch aus ganzheitlicher Sicht gesundheitsschädlich.“ Denn Gesundheit sei mehr als nur die Abwesenheit eines Virus, so die Schauspielerin. Es sei zudem ihre „tiefste Überzeugung, dass Nähe und Berührung wesentlich für ein menschenwürdiges Zusammenleben sind, auch wenn Experten uns jeden Tag das Gegenteil erklären“.

Proll spricht von Entmündigung

Was Proll außerdem vermisse, sei Eigenverantwortung, wie sie im Interview erklärt. Diese werde durch das „paternalistische Auftreten des Staates“ verhindert, findet sie. „In dem Moment, wo die Politik so autoritär eingreift und Maßnahmen erlässt, die den Menschen entmündigen, nimmt sie den Bürgern die Verantwortung weg, und das Volk wird passiv und infantil.“ Würde sich die Politik darauf beschränken, die Bevölkerung sachlich zu informieren und Empfehlungen abzugeben, wäre der Einzelne gezwungen, eigenverantwortlich zu handeln.

Sie selbst lehne grundsätzlich jede Infantilisierung von Erwachsenen ab, egal, ob es um Frauen- oder Corona-Politik geht. Krankheit und Tod würden nun mal zum Leben dazugehören, „genauso wie schlechte Witze und Gestank“. Es sei ein Irrglaube des modernen Menschen, er hätte Anspruch auf ein ewiges Leben ohne Krankheit oder Belästigung.

Petition gegen Maskenpflicht im Unterricht

Auch zum Thema Maskentragen hat Proll eine klare Meinung: „Auch wenn die Maske in der Theorie schützt – die Praxis sieht anders aus.“ Auf Facebook ruft die Schauspielerin deshalb dazu auf, eine Petition gegen Maskenpflicht im Unterricht zu unterschreiben, denn: „Trotz fehlender Evidenz werden nun unsere Kinder, die noch in ihrer Entwicklung sind, gezwungen, Masken zu tragen oder sechs Stunden im Homeschooling vor einem Computer zu sitzen. Da muss man kein Pädagoge sein, um zu wissen, dass das nicht gesund ist.“ Hier sei eine „absolute Schmerzgrenze überschritten“ worden, so Proll. Sie fühle sich deshalb verpflichtet, „unsere Kinder vor Aktionismus der Regierung zu schützen.“

Fans loben Proll für ihren „Mut“

Außerdem sieht die Schauspielerin Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mittlerweile kritischer als noch vor ein paar Jahren. Damals fand sie ihn „extrem beeindruckend“. Sie habe ihn privat kennengelernt. Jetzt vermisse sie aber tatsächlich die Sachlichkeit, die sie am Anfang so beeindruckt hatte. Unter dem Standard-Interview, das Proll am Sonntag auf ihrer Facebook-Seite geteilt hat, sind bisher überwiegend positive Kommentare bezüglich ihrer Aussagen zu den Corona-Maßnahmen zu lesen. Prolls Fans scheinen sich durchaus darüber zu freuen, dass sie ihre Meinung öffentlich kundtut. „Danke, dass Sie den Mut haben und die Missstände dieser Regierung ansprechen“, heißt es dazu etwa von einer Nutzerin.

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