Explosion in Eisenach

Sprengstoff-Anschlag auf NPD-Lokal

Es war nicht der erste Anschlag auf den Szenetreff. Bereits im Oktober 2019 hatten Linksextreme das Lokal gestürmt und Gäste angegriffen.

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<p>Symbolbild: Christoph Scholz / www.elbpresse.de via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polizeiband_Polizeiabsperrung_in_Stadt_-_heller.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Christoph Scholz / www.elbpresse.de via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Eisenach. – Am frühen Montagmorgen wurde eine Eisenacher NPD-Kneipe Ziel eines mutmaßlich linksextremen Anschlags. Bisher unbekannte Täter brachten ein Sprengmittel vor bzw. in dem Wohn- und Geschäftshaus zur Detonation, berichtete die Polizei. Das Haus und ein Auto seien beschädigt worden. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Politischer Hintergrund

An der Hausfassade sei ein Schriftzug mit politischem Bezug („Fight Nazis everyday“) angebracht worden. Die Polizei vermutet daher einen politischen Hintergrund. Die Kriminalpolizei Gotha und das Landeskriminalamt haben die Ermittlungen aufgenommen.

Enthüllungen über die ÖVP

Laut Angaben des NPD-Stadtrats Patrick Wieschke setzten die Täter auch Buttersäure ein. Es sei ein erheblicher Sachschaden entstanden. Verantwortlich macht er „Täter aus dem linksterroristischem Milieu“. „Kenner der Szene vermuten Querverbindungen zu linken Kreisen bis hinein in den Eisenacher Stadtrat“, so Wieschke in einer Pressemitteilung.

Parteien verurteilen Angriff

Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) verurteilte den Anschlag. „Ich verurteile grundsätzlich jede Form der Gewalt, sie darf niemals Mittel egal welcher Auseinandersetzung sein“, so Wolf. Die Linkspolitikerin erklärte, sie vertraue auf die sorgfältige Arbeit der Ermittlungsbehörden, um diese Tat aufzuklären. Zudem sprach sie den Anwohnern ihr Mitgefühl aus, die „sicher eine schreckliche Nacht“ durchlebt hatten.

Der Landtagsabgeordnete Raymond Walk (CDU) nannte den Anschlag eine „neue Eskalationsstufe der Gewalt“. Solche Taten seien eine besondere Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, so Walk.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Ringo Mühlmann reagierte ebenfalls: „Nach zahlreichen linksextremistischen Taten im gesamten Bundesgebiet am vergangenen Wochenende, nun ein Anschlag in Eisenach: Ich wiederhole daher: Jede extremistische Straftat ist ein Angriff auf die Demokratie. Egal ob rechts, links oder sonst motiviert“, schrieb er auf Twitter.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dirk Bergner erklärte, der Anschlag zeige, wie die politische Kultur zunehmend gefährdet werde. „Selbst wenn andere Auffassungen und politische Positionen völlig unerträglich erscheinen, rechtfertigt das keine Gewalt“, betonte er.

Wiederholter Angriff

Es war nicht der erste Angriff auf die Kneipe. Bereits im Oktober 2019 hatten ca. 15 vermummte Linksextreme das Lokal gestürmt und Gäste attackiert. Anfang November 2020 hatte die Bundesanwaltschaft eine Leipziger Linksextremistin unter anderem in Zusammenhang mit diesem Angriff verhaften lassen (Tagesstimme berichtete). Sie soll den Angriff angeführt haben. „Die Beschuldigte drang mit einem Teil der anderen Mittäter in die Räumlichkeiten ein. Anschließend griffen sie ihre Opfer unter anderem mit Schlagstöcken, Reizstoffsprühgeräten und Faustschlägen an und fügten ihnen hierdurch erhebliche Verletzungen zu. Zudem zerstörten sie mehrere Fensterscheiben und Teile des Inventars“, hieß es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft.


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