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Deutschland

„Es gibt gute Alternativen“: Sahra Wagenknecht gegen Lockdown-Politik

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Sahra Wagenknecht geht in einem Gastbeitrag für den „Focus“ mit der herrschenden Corona-Politik hart ins Gericht.

Berlin. – „Bevor wir uns in einem Endlos-Lockdown einrichten, der alle paar Wochen verschärft wird und immer mehr Existenzen zerstört, sollten wir dringend prüfen, ob die beschlossenen Maßnahmen überhaupt Sinn ergeben. Es gibt gute Alternativen.“ – Schon mit dieser Eröffnung dürfte Wagenknecht auf viel Zustimmung, aber auch Kritik ernten.

Folgen des „Lockdowns“

Sie erinnert dafür an das (gebrochene) Versprechen des Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) im Herbst, „niemals wieder“ aus Infektionsschutzgründen die Geschäfte zu schließen und macht auf die Folgen davon aufmerksam: „Wir (müssen) davon ausgehen, dass das komplette erste Quartal 2021 für Einzelhändler, Restaurantbesitzer, Friseure, Künstler, Veranstalter, Fitnessstudiobetreiber, Kosmetikerinnen und alle anderen schon 2020 schwer gebeutelten Berufsgruppen ein komplett verlorenes Quartal sein wird. Wie viele danach überhaupt noch in der Lage sein werden, ihr Gewerbe fortzuführen, ist eine offene Frage.“

Darüber hinaus fordert Wagenknecht einen verbesserten Schutz am Arbeitsplatz, statt „in erster Linie das Privatleben zu reglementieren“.

Sie hinterfragt die bisherigen Maßnahmen grundsätzlich. „Ehe man sich mit dem spekulativen Hinweis beruhigt, ohne die Maßnahmen wäre alles sicher noch viel schlimmer, könnte man immerhin einmal die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die Zahl der Intensivpatienten vielleicht auch deshalb so hoch geblieben ist, weil die beschlossenen Maßnahmen nicht besonders sinnvoll waren“, so Wagenknecht.

Fehlende Tests in Heimen

Außerdem weißt sie darauf hin, dass 86 Prozent der Toten in Hessen Bewohner von Pflegeheimen gewesen seien, die sich das Virus nicht „bei einer Shoppingtour oder einem Restaurantbesuch zugezogen haben, auch Training in einem Fitnessstudio kann als Ursache ausgeschlossen werden“. Wagenknechts Lösung fällt einfach aus: „Tausende Menschenleben hätten also durch eine schlichte Maßnahme gerettet werden können: einen Schnelltest für jeden, der ein Heim betreten möchte.“

Doch das Pflegepersonal sei völlig überlastet und schaffe es einfach nicht, zusätzlich zu ihrer sonstigen Arbeit auch noch jeden Besucher zu testen. „Dass das so ist, wusste man freilich auch im Dezember schon – oder hätte es zumindest wissen können“, kritisiert die Linke am Ende des Beitrags.


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