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Medienanwalt will Kinder von Trump-Fans in Umerziehungslager stecken

In den USA wurde unlängst ein brisanten Mitschnitt publik. Darin filmte eine Undercover-Journalistin einen Anwalt der öffentlichen Rundfunkanstalt PBS („Public Broadcasting Service“), wie er durchwegs fragwürdige Aussagen trifft, die auf das Trump-Lager abzielen.

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<p>Der betroffene Sender PBS reagierte und kündigte die Zusammenarbeit mit dem Anwalt mittlerweile auf. Symbolbild (PBS HQ in Arlington, VA): Wikimedia Commons [CC0]</p>

Der betroffene Sender PBS reagierte und kündigte die Zusammenarbeit mit dem Anwalt mittlerweile auf. Symbolbild (PBS HQ in Arlington, VA): Wikimedia Commons [CC0]

Arlington, VA. / Washington, DC. – Das dürften die meisten Amerikaner wohl nicht im Dunstkreis jener Sendergruppe erwartet haben, die für die Erstausstrahlung der „Sesamstraße“ bekannt ist. Der Anwalt Michael Beller, der die Organisation rechtsfreundlich beriet, ließ in einem vertraulichen Gespräch beachtliche Fantasien fallen, wie er das nicht-linke Lager in den USA bestrafen würde. Was er aber nicht wusste: Seine Gesprächspartnerin war eine Journalistin des „Project Veritas“, das schon mehrfach mit Undercover-Recherchen, etwa bei einer rabiaten Antifa-Gruppe, für Furore sorgte.

„Kinder der Trump-Wähler ins Umerziehungslager“

Und was Beller im noch vor der Präsidentschaftswahl im vergangenen November aufgezeichneten Mitschnitt sagt, schockiert auf ganzer Linie. Ein Beispiel: „Selbst wenn Biden gewinnt, werden wir die Republikaner-Wähler verfolgen. Das Heimatschutzministerium wird ihnen die Kinder wegnehmen und wir werden sie in Umerziehungslager stecken.“ Nach vier Jahren Trump müsse man sich fragen, ob diese „fürchterlichen Menschen“ nicht „fürchterliche Kinder“ erziehen.

Auch einen Namen für seine unfassbare Idee hat er schon – „Aufklärungslager“. Dort würden dann die Charaktere der Sesamstraße den ganzen Tag die Welt erklären, es liefe nur PBS. Insgesamt hält er das amerikanische Volk für „so verdammt dumm“. Daher freut er sich, in der Hauptstadt zu leben, wo sich mehr Bildungsbürger fänden als im amerikanischen Querschnitt.

Gewaltfantasien und Freude über tote Trump-Fans

Es sind die nicht die einzigen Entgleisungen des hochrangigen PBS-Anwalts. Auf die Frage der Undercover-Journalistin, was er tun wolle, wenn Biden die Wahl verliere, verteidigt Beller politische Gewalt. Wörtlich: „Ich werde zum Weißen Haus gehen und Molotow-Cocktails werfen“. Eine derartige Einstellung ist gerade vor dem Umstand pikant, dass weite Teile des linken Establishments Trump nach dem „Sturm auf das Kapitol“ ein Image des Aufhetzers anhängen wollen.

Kurios: Als ihn Project Veritas mit der Stelle konfrontierte, bestritt er dies und behauptete allen Ernstes, man habe sich über alkoholische Cocktails unterhalten! Und freilich ist es möglich, dass der Mitschnitt einzelne Aussagen aus dem Kontext herausnimmt. Der Gutteil der veröffentlichten Stellen spricht allerdings auch ohne jegliche Einordnung für sich.

Eine weitere besonders fragwürdige Stelle beschäftigte sich mit der Corona-Situation. Der Mann freute sich dabei über den Anstieg der Fallzahlen in Staaten mit republikanischer Mehrheit, dies sei „großartig“. Seine Begründung ist alarmierend: „Entweder können diese Menschen dann nicht zur Wahl gehen. Oder eine große Menge von Trump-Unterstützern wird sogar krank und stirbt.“ An dieser Stelle kann seine Gestik eine gewisse Begeisterung für die Vorstellung nicht verhehlen.

Sendeanstalt wirft Anwalt nach Enthüllung raus

Die unfassbaren Aussagen machten zeitnah die Runde – laut dem Enthüllungsjournalisten James O’Keefe, dem Gründer von „Project Veritas“, wurde das Video in kürzester Zeit millionenfach gesehen. Dies habe die Verantwortlichen unter Zugzwang gebracht. Und tatsächlich: Die auch mit Steuergeldern finanzierte Sendegruppe – vergleichbar mit einem öffentlich-rechtlichen Spartenangebot hierzulande -zog immerhin rasche Konsequenzen.

Wie die Washington Post berichtet, bemühte sich ein PBS-Sprecher herauszustellen, dass der Anwalt nicht für den Sender spreche. Er habe zudem zu keinem Zeitpunkt einen Einfluss auf redaktionelle Entscheidungen gehabt. Man stelle Beller aufgrund seiner Äußerungen mit sofortiger Wirkung frei. Denn: „Bei PBS gibt es keinen Platz für solch hasserfüllte Äußerungen. Die Ansichten dieser Person widerspiegeln auf keine Weise die Werte und Meinungen der Sendeanstalt“.

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