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Nach Twitter, Facebook & Co.

Nun sperrt auch YouTube Trumps Account

Rund eine Woche nach der „Erstürmung des US-Kapitols“ ergreift nun auch YouTube als letzte große Internetplattform schärfere Maßnahmen gegen das Konto des amtierenden Präsidenten Donald Trump.

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<p>Symbolbild: Pixabay [CC0]</p>

Symbolbild: Pixabay [CC0]

Nachdem bereits Twitter und Facebook die Konten des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump gesperrt haben, folgt nun auch die Sperre seines YouTube-Kanals. Angesichts von „Bedenken ob des anhaltenden Gewaltpotenzials“ wurden neue Inhalte entfernt. Nach Angaben des Senders CNN lehnte das Unternehmen es ab, weitere Details zum entfernten Videomaterial zu nennen.

Erster Verstoß

Während ältere Videos weiterhin online bleiben, wurde die Kommentarfunktion auf unbestimmte Zeit deaktiviert. Im Vergleich zu den anderen Sperren ist jene bei YouTube noch moderat. Die Blockade bedeutet nicht, dass Trump den Kanal in Zukunft nicht mehr nutzen kann. Aktuell wurde nur das Hochladen neuer Videos für mindestens eine Woche ausgesetzt. Nach der einwöchigen Sperrfrist will YouTube dann entscheiden, ob Trump wieder Zugriff auf seinen Account erhält.

Die Videoplattform arbeitet in einem Stufenverfahren. Die Richtlinien von YouTube sehen vor, dass nach dem ersten Verstoß ein Konto für eine Woche gesperrt wird, nach dem zweiten Verstoß folgt eine zweiwöchige Sperrung. Erst nach dem dritten Verstoß wird das YouTube-Konto dauerhaft gesperrt. Laut Unternehmen verstieß Trump mit dem nun gelöschte Video zum ersten Mal gegen die Richtlinien.

Kritik an Sperrungen

Neben den bereits genannten Netzwerken lässt auch Instagram, das zu Facebook gehört, keine neuen Inhalte Trumps mehr zu. Selbst der Streamingdienst Twitch, der vornehmlich von Gamern genutzt wird, hat sich entschlossen, Trump einen Riegel vorzuschieben. Dort wurden in der Vergangenheit seine Reden und Wahlkampfveranstaltungen übertragen.

In den letzten Tagen wurde jedoch Kritik an den Sperrungen laut. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, das Wall Street Journal und Trump-Fans verurteilen das Vorgehen von Facebook, Twitter und Co. Zwar sind sie sich einig, dass Aufrufe zur Gewalt nicht geduldet werden dürfen. Doch Privatunternehmen sollen nicht nach eigenen Maßstäben bestimmen dürfen, was erlaubt ist und was nicht, so die einhellige Meinung.

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