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Australien will Grenzen auch für das restliche Jahr für Reisende schließen

Die Grenzen dürften in Australien auch für Reisende länger als bislang angenommen dicht bleiben – möglicherweise sogar bis Ende 2021. Grund ist auch, dass man sich von der Corona-impfung keine Wunderdinge erwartet.

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<p>Symbolbild (Boeing 747 am Flughafen Sydney): Maxim75 via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Qantas_Boeing_747-400_at_Sydney_airport.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Boeing 747 am Flughafen Sydney): Maxim75 via Wikimedia Commons [CC BY-SA 4.0] (Bild zugeschnitten)

Canberra. – Das neue Jahr ist erst zwei Wochen alt, noch ist absolut nicht absehbar, wie sich die Corona-Situation entwickelt. Erst kürzlich verlängerten zahlreiche Länder aus Angst vor einer angeblich ansteckenderen Virus-Mutation ihre jeweiligen Lockdowns. Auch die Reisen zwischen benachbarten Ländern bleiben fast überall schwierig, es droht etwa bei fast jedem Grenzübertritt eine Quarantäne. In Australien, wo diese strengen Regeln seit fast einem Jahr gelt, geht man nun einen Schritt weiter – und stellt die Einreisemöglichkeit für das restliche Jahr infrage.

Wirkung unklar: Auch Impfstoff bringt keine Entwarnung

Dies geht zumindest einem Auftritt des medizinischen Chefberaters der Regierung, Brendan Murphy, beim TV-Sender ABC hervor. Ihm zufolge gehe man nicht davon aus, dass freies Reisen noch in diesem Jahr möglich sein werde. Als großen Unsicherheitsfaktor nannte der Experte die Wirkung der Impfung, für die in Australien im Februar eine große Kampagne starten soll. Der 25-Millionen-Einwohner-Staat setzt neben der mRNA-Impfung von BioNTech/Pfizer auch auf den auf Adenoviren basierenden Vektor-Impfstoff von AstraZeneca.

Denn so Murphy: „Selbst wenn wir einen großen Teil der Bevölkerung geimpft haben, wissen wir nicht, ob das die Übertragung des Virus verhindern wird.“ Er geht von einer hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass die Quarantänebestimmungen noch eine Weile in Kraft bleiben werden. An diesen Zustand haben sich die Australier längst gewöhnt. Die Grenzen des völlig vom Meer umgebenen Landes sind nämlich schon seit März 2020 für Reisende geschlossen – ohne bisherige Lockerung.

Grenzschließungen als Allheilmittel gegen Corona?

Australien kann man immerhin zugute halten, dass sie Grenzschließungen generell als probates Mittel sehen, um sich gegen die Einschleppung von Gefahren von außerhalb zu erwehren. Seit Jahren nimmt das Land beinahe keine Asylwerber mehr auf, auch das Punktesystem für die legale Migration wurde immer weiter verschärft.

Grenzschließungen als plötzliches Allheilmittel gegen ein Virus, nachdem man dies trotz Einwänden bei der Migrationsthematik für nicht machbar erklärte – dieses Phänomen müssen sich mehrere europäische Länder vorwerfen lassen, darunter auch Deutschland. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bringt derzeit die Wiedereinführung genereller Grenzkontrollen ins Spiel. Faktisch dürfte sich wenig ändern, auch für Familienbesuche entfällt die Quarantänepflicht schon derzeit nicht.

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