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150 Jahre Reichsgründung

Zur Geburtsstunde des deutschen Nationalstaates

Gestern jährte sich die Gründung des Deutschen Reiches, und damit auch die des heutigen deutschen Nationalstaates zum 150. Mal. Während das Kanzleramt anlässlich dieses bedeutenden Jubiläums schweigt und die Massenmedien das Ereignis allzu gerne aufgreifen, um ihren bekannten Fragen rund um den „aktuellen Rechtsextremismus“ nachzugehen, sieht Björn Höcke genau in jenem Umgang mit der Reichsgründung den aktuellen Gemütszustand der Deutschen Nation.

Christin Schneider
Kommentarvon Christin Schneider
6 Minuten Lesezeit
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anton_von_Werner_-_Kaiserproklamation_in_Versailles_1871.jpg">Anton von Werner</a>, Public domain, via Wikimedia Commons </p>

Anton von Werner, Public domain, via Wikimedia Commons

Kommentar von Christin Schneider

Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles der preußische König Wilhelm I zum deutschen Kaiser proklamiert, dieser Tag gilt gleichzeitig als Reichsgründungstag. Nach dem gemeinsamen Sieg über Frankreich, bildeten die süddeutschen Staaten zusammen mit dem Norddeutschen Bund fortan eine Nation. Dieser langwierige Schritt wurde nicht zuletzt von Otto von Bismarck maßgeblich vorangetrieben, welcher die Deutsche Frage mit der Gründung des Deutschen Reiches als ersten einheitlichen Nationalstaat zu lösen versuchte.

Mag ein jeder von der „Einigung von oben“ der einzelnen deutschen Staaten zu einem vom Kaiser regierten Staat halten, was ihm beliebt, so kann jedoch kaum bezweifelt werden, dass die neue Nation einen unglaublichen Aufschwung in Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Kultur mit sich zog und die lange Sehnsucht und den Glauben an eine starke nationale Einheit erfüllte. Nicht zuletzt stellt die Gründung des Deutschen Reiches nicht etwa nur die Grundlage für die heutige Bundesrepublik, sondern mehr noch; laut Bundesverfassungsgericht ist das Deutsche Reich sogar „rechtsidentisch“ mit dem heutigen deutschen Staat.

Umgang mit Jubiläum offenbart Gemütszustand der heutigen Nation

Berechtigt sollte deshalb die Frage sein dürfen, warum das Jubiläum der Reichsgründung, als ein für Deutschland doch so geschichtsträchtiges Ereignis, in unserer Zeit so wenig Beachtung geschenkt wird. Wird sich geäußert, dann größtenteils um die Reichsgründung im Kontext von „Rechtsextremismus“, „Reichsbürgern“ und „Demokratiefeinden“ zu verorten. Für Björn Höcke, Landessprecher und Fraktionsvorsitzender der AfD Thüringen, offenbart deshalb das 150-jährige Jubiläum wie kein anderer Anlass den Gemütszustand der heutigen deutschen Nation: „Wir leben in einer Zeit, in der es dem Staatsoberhaupt schwerfällt, eine innere Beziehung zu diesem historischen Ereignis zu entwickeln. Dabei gedenken wir mit der Reichsgründung auch unserem heutigen Staat.“ Denn: „Der Staat, der früher Deutsches Reich hieß, heiße heute Bundesrepublik Deutschland – auch wenn sich dieser Staat politisch und konstitutionell stark von dem Vorgänger unterscheidet.“

Weidel und Gauland mahnen, Erbe nicht zu verspielen

Die beiden AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland orten die Gründung des deutschen Nationalstaats vor 150 Jahren als Meilenstein der deutschen Geschichte ein. „Der Nationalstaat ist kein Auslaufmodell. Er ist auch im 21. Jahrhundert Voraussetzung und Garant für sozialstaatliche Solidarität, demokratische Repräsentation und politische Souveränität“, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Der 150. Jahrestag der Gründung des deutschen Nationalstaats mahnt uns, dieses Erbe nicht zu verspielen und nicht leichtfertig einem undemokratischen EU-Superstaat zu opfern.“ Weiterhin sei es ein Armutszeugnis, wie ignorant und verklemmt die etablierte Politik dieses herausragende Datum deutscher Geschichte vorüberstreichen lasse. „Für uns ist dieser Tag Anlass zur Freude und zum Feiern.“

Reichsgründung bleibt bedeutend für die Deutschen

Denn auch wenn Bundeskanzlerin Merkel dazu scheinbar lieber schweigt – was wohl ihr „Vorgänger“ Reichskanzler Otto von Bismarck dazu gesagt hätte? – die Reichsgründung vor 150 Jahren, als Geburtsstunde des deutschen Nationalstaates, kann nicht einfach übergangen werden oder gar aus entfremdeten Identitätsbewusstsein totgeschwiegen bzw. für eine politische Meinungsdiktatur von links verunglimpft werden. Aus historischer Warte bleibt die Reichsgründung bis heute bedeutend für die Deutschen und dies darf und sollte thematisiert werden.

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