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Sex sells

Der Duden sexualisiert

Ich wünschte, ich wäre eine Maus und wäre bei den Sitzungen dabei gewesen, in denen die Dudenisten sich für das Gendern entschieden haben. Warum nur machen sie das?

Géza Ákos Molnár
Kommentarvon Géza Ákos Molnár
4 Minuten Lesezeit
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Symbolbild Duden (CC0).

Kommentar von Géza Ákos Molnár

Ein bisschen muss ich ausholen. Der Duden, das repräsentative Wörterbuch der deutschen Sprache, hat sich immer als Bewahrer der deutschen Sprache verstanden. Waren wir uns unsicher, wie man etwas schreibt, haben wir gesagt: „Schau nach im Duden!“

Duden war ideal-konservativ

Was hat die Qualität des Duden ausgemacht? Er war ideal-konservativ. Ideal-konservativ heißt:

Der Duden hat die deutsche Sprache in ihrem Wesen bewahrt und kultiviert und gleichzeitig immer Bedacht darauf genommen, dass Sprache ein lebendiges Ding ist.

Die Bedeutung eines Wortes ändert sich im Laufe der Zeit. Nicht auf Befehl hin. Ein bestimmtes Wort entwickelt sich beim Reden, Schreiben und Dichten weiter und setzt sich mitunter langsam mit einer anderen Bedeutung als früher durch.

Und der Duden hat das beobachtet und dokumentiert.

Einfaches Beispiel: „Weib“ war zu Luthers Zeiten ein anderes Wort als heute. Fragen Sie Ihre Frau.

Weil Sprache lebendig ist, tauchen auch ganz neue Wörter auf. Oft sind die nicht einmal deutsch, sind aber dann doch deutsche Lehnwörter geworden. Wieder nicht auf Befehl hin. Es hat sich von alleine durchgesetzt.

Der Duden hat das beobachtet und dokumentiert.

Darum finden wir im Duden ganz selbstverständlich das „Handy“ und lesen dort nach, wie man „googeln“ schreibt.

Ein anderes Thema ist, ob dem Germanen diese Lehnwörter im Duden gefallen oder nicht gefallen. Da mische ich mich jetzt mit meinem ungarischen Namen nicht in den Streit. Berichtet mir später, wie er ausgegangen ist.

So war also, bis kürzlich, der Duden: ideal-konservativ. Echt gut – echt praktisch – echt schön.

Aber das ist Vergangenheit. Jetzt ist alles ganz anders. Die Dudenisten haben entschieden. Und ich war keine Maus und weiß nicht, wie die auf die Idee gekommen sind, das Gegenteil des Bisherigen zu machen: die deutsche Sprache aus eigener Initiative und vorsätzlich zu verschandeln und schwer zu beschädigen.

Ich erhielt heute einen Brief eines Deutsch- und Mathematikprofessors an einem österreichischen Gymnasium.

Betreff: Rettet die deutsche Sprache vor dem Duden!

Was ich zu lesen bekam, zitiere ich lieber:

„Der Verein Deutsche Sprache e. V. fordert alle Freunde der deutschen Sprache auf, den aktuellen Bestrebungen der Dudenredaktion zu einem Umbau der deutschen Sprache entgegenzutreten.

So wird auf den Internetseiten des Duden das in der deutschen Grammatik und im modernen Sprachgebrauch fest verankerte generische Maskulinum abgeschafft:

‚Mieter: Substantiv, maskulin – männliche Person, die etwas gemietet hat.‘ Frauen könnten demnach keine Mieter sein. Damit widerspricht der Duden nicht nur den Regeln der deutschen Grammatik, sondern auch dem Bundesgerichtshof, der im März 2018 letztinstanzlich festgehalten hat, dass mit der Bezeichnung ‚der Kunde‘ Menschen jeglichen Geschlechts angesprochen seien. Die Beschwerde der Klägerin, die von ihrer Sparkasse mit ‚Kundin‘ angeredet werden wollte, wurde kürzlich vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen.“

Der Verein weiter:

„Mit seiner Ankündigung, mehr als 12.000 Personen- und Berufsbezeichnungen mit weiblicher und männlicher Form in die Netz-Version des Werkes aufzunehmen, betreibt der Duden eine problematische Zwangs-Sexualisierung, die in der deutschen Sprache so nicht vorgesehen ist. Das biologische Geschlecht (Sexus) ist nicht mit dem grammatikalischen Geschlecht (Genus) gleichzusetzen.“

Liebe Leser: Was der Duden ab sofort tut, entspricht dem zeitgeistigen Zerschlagen von deutscher Kultur und Tradition im Sinne von „Cancel Culture“. Es ist ein Jammer. Weil wohl die Mehrheit der Lehrer an den deutschsprachigen Schulen aus entsprechender ideologischer Überzeugung oder aus rein opportunistischen Gründen, dem destruktiven Weg des Duden beschreiten werden.

Was tun?

1. Wenn Sie die Dinge so sehen wie der Deutschprofessor und ich, dann unterschreiben Sie diese Petition. Auch wenn das höchstwahrscheinlich genau nichts bringt. Aber der Widerstand, der Protest soll zumindest dokumentiert sein.

Und dann?

2. Mein Professor hat mir die Alternative empfohlen. Er würde im Gymnasium in Zukunft, also ab sofort nur mehr mit ihr arbeiten und sie seinen Schülern als Wörterbuch der deutschen Sprache vorschlagen.

DWDS = Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache

Ich habe heute wieder etwas dazugelernt. Wie gut, wenn man gute Professoren kennt.

Apropos Professor. Ein kompetentes und leicht zu lesendes Buch zum Thema ist das eines Professors in Österreich: Tomas Kubelik, Genug gegendert!

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