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Warum überhaupt Nation?

20 Jahre nach seinem ersten Erscheinen hat der Verlag Antaios Karlheinz Weißmanns Buch „Nation“ neu aufgelegt. Es ist noch immer ein wichtiges Grundlagenwerk für rechte Theoriebildung.

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<p>Das Buch &#8222;Nation. Eine Begründung&#8220; von Karlheinz Weißmann. Bild: privat.</p>

Das Buch „Nation. Eine Begründung“ von Karlheinz Weißmann. Bild: privat.

Eine Leserrezension

Die Änderung des ursprünglichen Titels von „Nation?“ zu „Nation. Eine Begründung“ ist dabei nicht nur kosmetischer Natur, sondern in Zeiten der zunehmenden Entnationalisierung auch als Aussage zu verstehen. Ursprünglich als Eröffnungswerk der „Reihe Themen“ geplant, blieb es mangels Vertragserfüllung anderer Autoren ein Einzelstück. Dafür reiht es sich nun im neuen, ansprechenden Format und mit einer gelungenen Gestaltung in eine Reihe jüngerer Erscheinungen des Verlages ein.

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Über die Entstehung des Nationalgedankens

Inhaltlich stellt das Buch eine umfassende Rezeption der Genese des Nationalgedankens vor, wobei der Schwerpunkt auf dem französischen und dem deutschen Weg zur Nation liegt. Selbst Kenner der Materie dürften in der umfangreichen und vielschichtigen Betrachtung neue Aspekte und Argumente finden, wobei insbesondere die Betrachtung der französischen Nationalbildung besonders lehrreich ist, während die Stationen des deutschen Weges zumindest im Groben bekannt sein dürften. Jüngste Entwicklungen der Dekonstruktion der Nation fanden aufgrund der unveränderten Neuauflage – woraus man, wie Herausgeber Götz Kubitschek im Vorwort schreibt, „schließen darf, daß er keine Ergänzungen zum vor zwanzig Jahren Durchdachten für notwendig hält“ – zwar keinen Eingang mehr, jedoch sind die Weichen zu diesem Prozess bereits vor Jahrzehnten gelegt worden, womit eine fehlende Einbeziehung der jüngsten Stufen zur Abschaffung der Nation verschmerzbar ist.

Nebst Vorlage einer eigener Definition – „eine Nation ist, was eine Nation sein will und diesen Willen dauernd aufrechterhalten kann“ – werden dabei verschiedene Aspekte der Nationalitätenbildung betrachtet, insbesondere auch mit Blick auf das Thema Migration. Eine Begründung der Bedeutung der Nation und des Nationalstaates (was nicht immer deckungsgleich sein muss) runden das Werk ab, womit eine umfassende Behandlung des vielschichtigen Komplex „Nation“ vorliegt. Wer sich tiefgehend mit der Thematik der Nation auseinandersetzen will oder nach Argumenten für die politische Auseinandersetzung sucht, wird daher um Weißmanns Buch nicht drumherum kommen.

Hier im Freilich-Buchladen bestellen: Karlheinz Weißmann: „Nation. Eine Begründung“.

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