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Linksextreme Gewalt ist im Vorjahr deutlich gestiegen

Die linksextreme Szene radikalisiert sich weiter. Zahlen aus dem deutschen Bundesinnenministerium bestätigen das.

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Bildquelle: (C) EinProzent.

Berlin. – Im vergangenen Jahr 2020 ist die Zahl der linksextremistisch motivierten Gewalttaten um mehr als 29 Prozent gestiegen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums (BMI) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Linda Teuteberg (FDP) hervor. Demnach registrierten die Behörden im Vorjahr 1.359 linksextreme Gewaltdelikte. 2019 waren es noch 1.052. Das Innenministerium stellte 2020 insgesamt 9.973 linksextreme Straftaten fest (ein Plus von 124 Straftaten gegenüber 2019).

Teuteberg: „Beunruhigende Tendenz“

„Neben der dynamischen Entwicklung bei Rechtsextremismus und Islamismus beunruhigt auch die Tendenz im Linksextremismus zu immer mehr Gewalttaten. Es gibt keine ethische Überlegenheit irgendeiner Variante des gewaltbereiten Extremismus und jede Verharmlosung kriminellen Handelns als Aktivismus verbietet sich“, sagte Teuteberg der „Welt am Sonntag“.

Kurz nach Veröffentlichung des Berichts reagierte auch die AfD-Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel. „Der Inlandsgeheimdienst unter Führung Haldenwangs beschäftigt sich lieber mit der Opposition, statt mit echten Problemen wie gewalttätigem Linksextremismus“, kritisierte Weidel auf Twitter.

Radikalisierung der Szene

Bereits im Vorjahr hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz eine Radikalisierung der linksextremen Szene festgestellt. In einer internen Gefahrenanalyse warnte die Behörde vor einer „Herausbildung terroristischer Strukturen im Linksextremismus“. „Schwere Körperverletzungen der Opfer bis hin zum möglichen Tod werden billigend in Kauf genommen“, hieß es darin weiter.

Wir dokumentieren linke Gewalt in Deutschland und Österreich: www.linke-gewalt.info.

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