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Ungarn

Regierung ordnet Warnhinweis für Gender-Kinderbuch an

Das Kinderbuch sorgte bereits im Herbst für Schlagzeilen, da es traditionelle Märchen in „Diversität“ predigende Erzählungen verwandelt.

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<p>Bild (Viktor Orbán 2014): European People&#8217;s Party via <a href="https://www.flickr.com/photos/eppofficial/13582196114">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>]</p>

Bild (Viktor Orbán 2014): European People’s Party via Flickr [CC BY 2.0]

Budapest. – Die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán ordnete an, dass das schon seit Monaten umstrittene Märchenbuch für Kinder mit dem Titel „Meseország mindenkié“ („Das Märchenland gehört allen“) nun mit einem Warnhinweis veröffentlicht werden muss. Diese Angabe soll fortan darauf hinweisen, dass das Märchenbuch im Widerspruch zu traditionellen Geschlechterrollen stehe. Hiermit sollen die Konsumenten geschützt werden.

„Das Buch wird als Märchenbuch verkauft. Auch das ganze Design des Buches sowie das Cover sind dahingehend kreiert. Doch versteckt werden hier Verhaltensweisen und Figuren gezeigt, die mit traditionellen Geschlechtsrollen nicht vereinbar sind“, teilte die ungarische Regierung laut The Guardian mit.

Prinz liebt Prinz und Schneewittchen wird zu „Laubbraun“

Das Buch enthält Geschichten, deren Vorbilder traditionelle Volksmärchen wie Schneewittchen oder Hänsel und Gretel darstellen, welche sodann umgeschrieben wurden: „Die Helden der neuen Fantasiewelt sind schwarz, homosexuell und behindert“, heißt es in der Jungen Freiheit hierzu. So wird aus Schneewittchen, deren Name von ihrer zarten weißen Haut stammte, kurzerhand ein Mädchen mit brauner Haut und dem Namen „Avarbarna“ („Laubbraun“). Andere Märchen handeln von homosexuellen Jungen oder einem Reh, das sich im falschen Körper geboren fühlt.

Orbán: „Lasst die Kinder in Ruhe!“

Das von der Organisation „Labrisz Leszbikus Egyesület“ („Lesbenvereinigung Labrys“) im September veröffentlichte Buch, hatte schon im Vorfeld für Schlagzeilen gesorgt, denn mit der „Korrektur“ alter Märchen in neue „politisch korrekte“ Kindererzählungen schien weitaus nicht jeder in Ungarn konform zu gehen. So fand die Parlamentsabgeordnete Dóra Dúró unlängst klare Worte zu den neuen Kindermärchen: Ihre Partei würde nicht akzeptieren, dass Kinder „homosexueller Propaganda“ ausgesetzt würden. Sie steckte das Buch auf einer Pressekonferenz kurzerhand in einen Aktenvernichter. Ministerpräsident Orbán äußerte hierfür Verständnis und führte im Oktober im Gespräch mit dem Radiosender Kossuth weiter aus, tolerant und geduldig gegenüber Provokationen zu sein, jedoch gebe es für ihn eine rote Linie, bei der Spaß aufhöre: „Lasst die Kinder in Ruhe!“

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