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US-Bischöfe kritisieren Joe Biden

Die US-Bischofskonferenz stößt sich an einem Dekret zur Bekämpfung von „LGBTQ-Diskriminierung“.

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<p>Bild: US-Präsident Joe Biden / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Joe_Biden_(48651032061).jpg">Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC BY-SA 2.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: US-Präsident Joe Biden / Bild: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Washington. – Der neue US-Präsident Joe Biden hat an seinem ersten Tag im Amt ein Dekret „zur Verhütung und Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung“ unterzeichnet. Dafür erntete er einige Kritik von römisch-katholischen US-Bischöfen. Der Erlass habe möglicherweise negative Auswirkungen auf die Religionsfreiheit, hieß es laut Kathpress in einer auf der Homepage der US-Bischofskonferenz veröffentlichten Erklärung.

Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Das Dekret verletze die Rechte jener, die an die Unterschiede zwischen den Geschlechtern glauben „oder die Institution einer lebenslangen Ehe zwischen einem Mann und einer Frau aufrechterhalten“. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Jose Gomez, hatte sich bereits unmittelbar nach dem Urteil „zutiefst besorgt“ über die darin vorgenommenen rechtlichen Definitionen des Sexualitätsbegriffs geäußert. Der Erzbischof von Los Angeles sprach damals von einer „Ungerechtigkeit, die Auswirkungen auf viele Lebensbereiche haben wird“.

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Falsche Theorien

Ebenso wie die katholischen Bischöfe fürchteten auch Vertreter anderer Kirchen, die Entscheidung mache es schwieriger für sie, als Arbeitgeber nach ihren religiösen Überzeugungen zu verfahren. Die Anordnung Bidens werfe grundlegende Fragen auf, so die Bischöfe. Dies betreffe etwa auch „Gewissensrechte im Gesundheitswesen“.

Zwar zeigten sich die Bischöfe „sehr dankbar“ für die Maßnahmen der neuen Regierung in Bezug auf Einwanderung, Klima und den Kampf gegen den Rassismus. Es sei jedoch bedauerlich, „dass das Ziel der Rassengleichheit teilweise mit der Einführung neuer Einstellungen und falscher Theorien zur menschlichen Sexualität einhergeht, die soziale Schäden verursachen können“.

Mehrere Bischöfe zeigten Unterstützung

Von mehreren US-Bischöfen kam jedoch Unterstützung. „Gott hat euch geschaffen, Gott liebt euch und Gott ist auf eurer Seite“, heißt es etwa in einer Erklärung, die von Kardinal Joseph Tobin und weiteren Bischöfen unterzeichnet wurde. Das Christentum lehre Liebe und Barmherzigkeit für alle Menschen, „besonders für diejenigen, die sich in irgendeiner Weise verfolgt oder an den Rand gedrängt fühlten“, heißt es darin weiter.

Der Katechismus halte fest, dass LGBT-Menschen mit Respekt, Mitgefühl und Sensibilität zu behandeln seien. Die katholische Kirche schätze „die gottgegebene Würde“ allen menschlichen Lebens. „Wir nutzen diese Gelegenheit, um unseren LGBT-Freunden, insbesondere jungen Menschen, zu sagen, dass wir an eurer Seite stehen und jede Form von Gewalt, Mobbing oder Belästigung, die gegen euch gerichtet ist, ablehnen“.

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