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„Welt-Kopftuch-Tag“ auch dieses Jahr wieder in der Kritik

Am Montag war „World Hijab Day“. Besonders in den sozialen Netzwerken versuchten die Initiatoren, auf diesen Tag aufmerksam zu machen und stießen damit auf heftige Kritik von Kopftuchgegnern und muslimischen Frauen aus aller Welt.

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Symbolbild: Frau mit Kopftuch (Pxhere / CC0)

Seit 2013 wird am 1. Februar in vielen Ländern der „Welt-Kopftuch-Tag“ „gefeiert“. Ins Leben gerufen wurde der „World Hijab Day“ von Nazma Khan, eine aus Bangladesch stammende und in New York lebende Muslimin. Frauen jeder religiöser Herkunft sollen an diesem Tag die im Islam verbreitete Verschleierung tragen und damit ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen. Ebenso soll damit laut Initiatoren Millionen von Frauen, die sich für „ein Leben in Bescheidenheit entschieden haben“, Anerkennung gezollt werden.

Heftige Kritik in den sozialen Netzwerken

In diesem Jahr verbreitete sich der Tag vor allem in den sozialen Netzwerken und sorgte für heftige Diskussionen. Während die Initiatoren u.a. über Twitter mit den Hashtags #WorldHijabDay und #FreeInHijab“ versuchten, ihre Aktion in der Welt zu verbreiten, regte sich Kritik sowohl von nicht-muslimischen Kopftuchgegnern als auch von muslimischen Frauen, die zum Teil von der Regierung ihres Landes oder von Verwandten gezwungen werden, ihr Haar zu verhüllen. Sie warnen vor einer Verharmlosung des Kopftuchzwangs und twittern darüber seit Tagen unter dem Hashtag #NoHijabDay“.

Auch das französische „Collectif Némésis“ war anlässlich des „Word Hijab Days“ mit einer größeren Aktion in Paris zu sehen. Hier hielten rund 40 Aktivistinnen in der Nähe des Eifelturms ein schwarzes Banner in die Höhe, auf dem zu lesen war: „Die Französinnen in 50 Jahren?“. Dabei waren die Frauen allesamt vollverschleiert.

Beatrix von Storch: Tag steht für Islamisierung und Unterdrückung

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Beatrix von Storch, bezog zum „Welt-Kopftuch-Tag“ ebenfalls klar Stellung: „Das Kopftuch ist eine Machtdemonstration des politischen Islam und dessen Versuch, den öffentlichen Raum zu beherrschen. Das islamische Kopftuch hat in einer freien Gesellschaft nichts zu suchen, denn das Tragen des Kopftuches und das offensive Werben für dieses aggressive Symbol der Islamisierung stören den gesellschaftlichen Frieden, diskriminieren und diffamieren heute schon nicht Kopftuch tragende muslimische Mädchen und Frauen.“ Dies sei, so von Storch, „nicht akzeptabel“. Sie schließe sich deshalb der Forderung zahlreicher Frauenrechtlerinnen an, die einen „No Hijab Day“ fordern und dabei auf die Unterdrückung von Frauen in islamischen Ländern hinweisen würden.

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