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Polizei machtlos? Linksextreme Gewalt in Sachsen

Durchschnittlich verüben Linksextreme alle zwei Wochen einen Brandanschlag in Sachsen. Die Szene radikalisiert sich immer weiter, Festnahmen bleiben jedoch die Ausnahme.

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Symbolbild: Brennendes Auto / Bild: pxhere (CC0)

Dresden. – 135 Brandstiftungen werden der linken Szene im Freistaat von 2017 bis Mitte Januar 2021 zugerechnet, wie das Landeskriminalamt jüngst mitteilte. Ein Ende ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil: Waren es 2017 und 2018 noch jeweils 30 Fälle, stieg sie 2019 bereits auf 38 und minderte sich 2020 nur geringfügig auf 36 ab. Nur Berlin toppte 2019 mit 50 Bränden noch die Zahlen aus Sachsen. Die Täter gehen dabei ganz offen vor und veröffentlichen auf einschlägigen Szeneplattformen ihre Bekennerschreiben. Zu einem Brandanschlag auf Geländewagen der Bundeswehr in Leipzig kurz nach dem Jahreswechsel bekannte sich beispielsweise der bzw. die Täter unter dem Namen „Happy New Fear“ mit der Begründung, dass „die Bundeswehr unsere Aufmerksamkeit als Element im repressiven Instrumentenkasten des Staates (verdient)“.

Schäden in Millionenhöhe

Es trifft aber nicht nur die Bundeswehr, sondern auch Immobilienkonzerne, Bauunternehmer, die Polizei sowie politische Gegner der Szene. Kristallisationspunkt ist dabei Leipzig. 28 der 36 Brandanschläge im vergangenen Jahr in Sachsen fanden dort statt. Der Schaden geht dabei mindestens in die zweistellige Millionenhöhe. Allein bei einem Anschlag in der Nacht zum Jahrestag der Wiedervereinigung auf vier Kräne wurde ein Schaden von mehr als zehn Millionen Euro verursacht. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bezeichnete das Vorgehen als „Terroranschlag“, bei dem „kaltblütig, ohne Rücksicht auf das Leben der Nachbarn gehandelt“ worden sei.

Autonome Rädelsführerin in U-Haft

Nicht weiter verwunderlich, rechnet der Verfassungsschutz doch 250 der 400 sächsischen Autonome der Leipziger Szene zu. Ihr gehörte auch die Linksextremistin Lina E. bis zu ihrer Festnahme an. Sie sitzt aktuell wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft. Die Szene reagierte auf die Festnahme mit Racheakten und die Sicherheitsbehörden rechnen mit weiteren Spreng- und Brandanschlägen als Rache für die Inhaftierung von Lina E. Dabei können sie sich recht sicher fühlen – 2020 wurde von 36 Anschlägen nur eine Festnahme erreicht, der Festgenommene hatte im Mai in Leipzig Mülltonnen angezündet. Bei den restlichen Anschlägen heißt es in der Polizeistatistik nur „Unbekanne(r) Täter“.


Wir dokumentieren linke Gewalt in Österreich und Deutschland: www.linke-gewalt.info.

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