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Bericht

Parler-Chef John Matze wurde entlassen

Der Verwaltungsrat soll den bisheringen Chef des Onlinenetzwerkes rausgeworfen haben.

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<p>Symbolbild: Photo by form PxHere (CC0)</p>

Symbolbild: Photo by form PxHere (CC0)

San Francisco. – Der Chef des Onlinenetzwerks Parler, John Matze, ist laut eigener Aussage vergangene Woche entlassen worden. Das berichteten heute mehrere englischsprachige Medien. So zitierte etwa der US-Nachrichtensender Fox News aus einem Memo des bisherigen Parler-Chefs, in dem er von seinem Rauswurf durch den Verwaltungsrat berichtete.

„Ständiger Widerstand“

In den vergangenen Monaten habe er „ständigen Widerstand“ gegen seine Vorstellungen vom Parler-Dienst und seinen „Glauben an die Meinungsfreiheit“ erlebt, erklärte Matze demnach. Ihm sei es darum gegangen, ein stabiles Netzwerk zu schaffen und einen effektiveren Ansatz bezüglich der Moderation von Inhalten zu verfolgen. Er habe etliche Stunden daran gearbeitet und Kämpfe ausgefochten, um die Seite zum Laufen zu bringen, „aber ab diesem Punkt liegt die Zukunft von Parler nicht mehr in meinen Händen“, so Matze. Nun werde er sich nach neuen Aufgaben umsehen.

Google und Apple kappten Verbindung

Parler war im Jahr 2018 gestartet und hatte nach der Präsidentschaftswahl im November 2020 und der Twitter-Sperre des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump starken Zulauf erlebt. Nach dem „Sturm aufs Kapitol“ am 6. Jänner wurde die Seite, deren technische Dienstleister Amazons Cloud-Tochter AWS war, allerdings offline genommen. Internetgiganten wie Apple und Google kappten ihre Verbindung zu Parler in Folge ebenso.

Erst vor zwei Wochen urteilte außerdem eine Richterin im US-Bundesstaat Washington, dass Amazon die Plattform Parler weiterhin offline lassen dürfe. Der Grund dafür ist, dass Parler nicht die Voraussetzungen für eine einstweilige Verfügung erfüllt, so die Richterin. Es habe keine Beweise für eine Absprache zwischen Amazon und Twitter gegeben – und Parler habe selbst gegen den Vertrag mit Amazon verstoßen, weil Gewaltaufrufe online geblieben seien.

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