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Neues Modell

Kommt der Wochenend-Lockdown in Wien?

Die Wochenend-Lockdowns sollen der Pandemie „unseren eigenen Rhythmus aufzwingen“ und das Land schrittweise in den Normalzustand zurückführen.

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<p>Bild: SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bei einer Pressekonferenz in Wien / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Peter_Hacker_-_Pressekonferenz_10.3.2020.JPG">Bwag</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild skaliert und zugeschnitten)</p>

Bild: SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker bei einer Pressekonferenz in Wien / Bild: Bwag, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild skaliert und zugeschnitten)

Wien. – Anfang dieser Woche endete in Österreich der seit Weihnachten geltende harte Lockdown. Der Handel durfte wieder komplett aufsperren, ebenso körpernahe Dienstleister wie Friseure. Die Stadt Wien plant nun allerdings ein neues Modell zur weiteren Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, nämlich einen Wochenend-Lockdown.

Öffnung der Gastronomie

Montags bis donnerstags soll es keinen Lockdown geben und sogar die Gastronomie soll öffnen können. Dafür kommt an den Wochenenden ein harter Lockdown, so der Vorschlag von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker von der SPÖ. Das Modell will er allerdings nicht im Alleingang, sondern „Hand in Hand“ mit dem Bund umsetzen. „Ich bin nicht erpicht darauf, meinen Kopf durchzusetzen. Es geht einfach darum, eine Idee zu bekommen, wie die Perspektive in den nächsten Wochen und Monaten aussehen kann“, so Hacker.

Die Idee des Wochenend-Lockdowns habe Hacker schon längere Zeit intern mit seinen beratenden Experten diskutiert. Nun sei es an der Zeit gewesen, diese Idee intensiver nach außen zu tragen und klarzumachen, dass es Perspektiven und Möglichkeiten gebe, erklärte Hacker.

Harter Lockdown an Wochenenden

Montags bis donnerstag- oder freitagabends soll also „lockdownfrei“ sein, an den übrigen Tagen der harte Lockdown gelten. An den Tagen ohne Lockdown würden natürlich die bekannten Regeln wie Abstandhalten und Beschränkungen der Personenzahl in den Geschäften gelten. Gegenüber der Kronen Zeitung betonte Hacker: „Das ist kein radikales Modell, wir machen nicht alles auf.“ Wobei es „Drehknöpfe“ für Adjustierungen abhängig von der aktuellen Situation gebe, wie er am Beispiel der Gastronomie veranschaulichte. Dort könnte etwa der Spielraum für eine Öffnung von nur am Nachmittag bis 1.00 Uhr reichen.

Es mache ebenfalls einen Unterschied, ob bis Donnerstagabend oder Freitagabend lockdownfrei sei, so Hacker. An den übrigen Tagen der Woche soll es hingegen einen harten Lockdown geben. „Alles geschlossen, so wie wir es kennen, nur Supermärkte und Co. dürfen geöffnet haben.“

Neues Modell als „Wellenbrecher“

Mit der Idee des Wochenend-Lockdowns könne man der Pandemie seinen eigenen Rhythmus aufzwingen, denn diese bewege sich immer in Wellen und sei nichts Konstantes. Es dauere vier Tage, bis Infizierte andere infizieren können. „Das neue Modell würde so als Wellenbrecher fungieren“, sagte der Stadtrat weiter. An den Wochenenden solle dann intensiv getestet und ein Blick auf die Tage davor geworfen werden.

Als Umsetzungstermin sei – wenn überhaupt – frühestens Ende Februar, Anfang März angedacht. Ziel des Modell wäre jedenfalls, „Schritt für Schritt wieder zu öffnen für den Normalzustand“, so Hacker. Denn der Lockdown sei kein Normalzustand.

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