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Frankreichs Minister warnt vor Ausbreitung des Islamismus im Land

In der TV-Debatte mit Marine Le Pen war der radikale Islamismus das dominierende Thema.

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<p>Bild: Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin warnt vor Ausbreitung des Islamismus / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:G%C3%A9rald_Darmanin_2019.jpg">Jacques Paquier</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin warnt vor Ausbreitung des Islamismus / Bild: Jacques Paquier, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Paris. – Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin hat vor der Ausbreitung des Islamismus im Land gewarnt. „Es gibt Stadtviertel, die vom Islamismus erobert sind“, sagte er gestern in einer TV-Debatte mit Marine Le Pen. Das Gespräch im Sender France 2 drehte sich vor allem um ein geplantes Gesetz der Regierung im Kampf gegen den radikalen Islamismus.

Probleme an Schulen

Le Pen, Chefin der Partei Rassemblement National (RN) will im kommenden Jahr wieder zur Präsidentenwahl antreten. Laut Umfragen könnte die 52-Jährige in die entscheidende zweite Runde kommen. Im gestrigen Streitgespräch, das von Beobachtern als ein Indiz dafür gesehen wird, dass das Rennen für die Wahl in 14 Monaten begonnen hat, beklagte Le Pen, dass Lehrer in Konfliktfällen häufig von ihren Vorgesetzten im Stich gelassen würden.

Erst vor rund vier Monaten war der Lehrer Samuel Paty in einem Pariser Vorort von einem mutmaßlich islamistischen Angreifer auf offener Straße enthauptet worden. Er hatte zuvor im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Die Meldungen von Lehrern über Einschüchterungen und Drohungen, welche eindeutig dem „islamistischen Radikalismus“ zuzuordnen sind, häufen sich seitdem.

Morddrohungen gegen Lehrer

Didier Lemaire etwa, ein Philosophielehrer aus Trappes, der nach der Ermordung Patys in einem Meinungsbeitrag für das französische Nachrichtenmagazon L’Obs zum „Widerstand gegen die islamistische Gefahr“ aufgerufen hatte, erhält seitdem Morddrohungen. In seinem Meinungsbeitrag forderte Lemaire u.a. die Schüler besser vor dem idiologischen und sozialen Druck der Islamisten zu schützen: „Wir haben nicht mehr viel Zeit, bevor die Situation eskaliert. Viele Kinder werden zum Hass auf Frankreich erzogen.“

Der Pädagoge, der seit 20 Jahren an einer weiterführenden Schule in Trappes unterrichtet, wird seit Anfang November jeden Morgen von zwei Polizisten zu seiner Schule und zurück eskortiert. Seine Schulleitung unterstütze ihn zwar grundsätzlich, lege ihm aber auch nahe, die Schule zu wechseln, erklärte Lemaire im LCI-Interview. Er wolle sich den Islamisten aber nicht beugen. Eine Versetzung könne nicht die Lösung sein und er sehe es als Verrat an seinen Schülern an, wenn er nun die Schule wechseln würde.

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