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Corona-Demo in Wien

Tag der Bewegung

Wien ist wieder in Bewegung: Zum dritten Mal in 14-tägiger Folge treffen sich Regierungsgegner zur Demonstration. Und es wird nicht ruhiger.

3 Minuten
<p>Bild: Tagesstimme/Freilich.</p>

Bild: Tagesstimme/Freilich.

Bericht vor Ort

Die Regierung fährt einen klaren Kurs: Sie untersagt die Demonstrationen. Es war aber genauso klar, dass sie trotzdem stattfinden werden. Die Protestierer sammeln sich an mehreren Orten und ziehen dann weiter. Heute ist der Ressel-Park vor der Karlskirche der Treffpunkt, wo Reden gehalten wurden. Die Palette der Teilnehmer ist das Übliche: von besorgten Bürgern bis zu Esoterikern. Neu ist jedoch der Tiroler Schwerpunkt. Auf der Demonstration kommt die Ansage: „Wir reisen aus Tirol aus und wir reisen auch wieder ein.“ Kurz darauf: „Wir laden unsere Wiener Freunde ein, kommt nach Tirol.“ Bei der Kundgebung am Resselpark sieht man sehr häufig „Kurz muss weg“-Aufkleber, auch die FREILICH-Aufkleber sind massenhaft verbreitet.

Die Tiroler Demonstranten bei der Kundgebung am Resselpark.

„Kurz muss weg!“

Die Polizei ist da und präsent. Sie zieht durch die stehende Demonstration, stellt Identitäten fest und will Leute demonstrativ für fehlende FFP2-Masken abstrafen. Anscheinend wird die Demo auch nach Absprache mit der Exekutive beendet und die Auflösung bekannt gegeben. Während sich alles in Bewegung setzt, hört man vorn irgendwo eine Trommel, der Zug kriegt eine Richtung, schlängelt sich an spontanen Polizeisperren über den Rasen des Resselparkes Richtung Oper, setzt sich vor der Kärntner Straße auf den Ring und da ist es wieder: das mächtige „Kurz muss weg“-Rufen. Plötzlich sieht man, wie groß der Zug ist. Als die Polizei beim Kunsthistorischen Museum den Ring mit Doppelreihen sperrt und die Demonstration auflaufen lässt, reicht sie zurück bis eben zur Kärntner Straße, wir schätzen auf 8.000 bis 10.000 Menschen. Von hinten zieht die Polizei nach – und versucht wieder eine Totaleinkesselung. Laut Polizei waren gestern nur 2.000 Personen auf den untersagten Corona-Demos, sie protzt mit 1.590 Anzeigen. Dieser Schnitt ist extrem unwahrscheinlich und spricht dafür, dass es eben ein Mehrfaches an Demonstranten war. Das Ergebnis Polizeistrategie an diesem Tag ist jedenfalls erneut ein komplettes Chaos für Wien.

Der Ausbruch zum Ring.

Gegen 15.30 Uhr bricht die Demonstration neben der Albertina in die Innenstadt aus, der Zug schlängelt sich durch die Gassen, weicht immer wieder der Polizei aus, gelangt an den Graben, zieht am Stephansdom vorbei in Richtung Schwedenplatz, um mit ein paar tausend Menschen wieder den Ring in Richtung Oper zu gehen. Oder es ist nur ein Zug von mehreren. Denn wenn man anderen Postern auf Twitter folgt, stellt man fest, dass es da wieder mehrere Züge gibt, die da und dort auftauchen. Auch andere Beobachter sprechen von „Sponti“-Demos, auf die die Polizei nur mehr reaktiv reagiert.

Tausende Menschen spazieren den Ring entlang.

Insgesamt hat Wien wieder eine mächtige Antiregierungsdemonstration erlebt. Die Polizeistrategie, Verbote durchzusetzen, eine spontane Großdemonstration zu Kesseln, endet einmal mehr auch angesichts der Masse der Teilnehmer im vollständigen Chaos. Die Demonstration wirkte diesmal jünger, alternativer. In vielem auch lustiger, weil einige kreative Verkleidungen dabei waren. Alles zusammen ändert nichts an den Botschaften: „Friede, Freiheit, keine Diktatur“ und vor allem „Kurz muss weg“. Insgesamt war es ein friedlicher Tag in Wien, auch wenn das Katz-und-Maus-Spiel für die Polizei anstrengend sein muss und sie immer wieder sinnlose Kleinkessel produziert. Linksextreme Provokationen sind diesmal nicht aufgefallen.

Am Ende spazieren mehrere kleinere Demo-Gruppen durch die Stadt.

Hier geht es zur Fotogalerie: „Die Corona-Proteste vom 13. Februar in Wien“

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