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„AfDler in die Gaskammer“

Linken-Kandidatin hetzte auf Twitter

Eine Lokalpolitikerin der Linken hat in den vergangenen Tagen für einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Netzwerken gesorgt.

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<p>Bild: metropolico.org</p>

Bild: metropolico.org

Linden. – „Alle AfDler gehören in die Gaskammer“, schrieb die Bianca Deubel 2018 auf Twitter unter den Tweet eines AfD-Politikers. Weiters meinte sie über die Ex-CDU-Abgeordnete und heutige Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stifung, Erika Steinbach: „Ich freue mich schon, wenn ich auf ihrem Grab tanzen kann.“ Twitter sperrte damals Deubels Konto. Nun sind jedoch ihre Äußerungen erneut zum Politikum geworden, nachdem bekannt wurde, dass Deubel in Linden auf Platz zwei der Liste der Linkspartei kandidiert.

Deubel fühlt sich missverstanden

In einem Interview mit der „Gießener Allgemeinen“ will Deubel missverstanden worden sein. Sie habe mit ihrer Aussage „Alle AfDler gehören in die Gaskammer“, nur sagen wollen, dass AfD-Politiker Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus samt Gaskammern zur historischen Bildung besuchen sollten, behauptet Deubel. Heute würde sie das deutlicher formulieren.

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Vom Todeswunsch distanzierte sich Deubel mittlerweile: „Ich wünsche keinem AfD-Wähler den Tod.“ Jedoch sieht sie sich offenbar selbst als das wahre Opfer. Bereits damals habe die selbstständige Lehrerin unter „Telefonterror“ gelitten, jetzt kehre ihre Angst zurück. „Wenn ich draußen bin, passe ich auf und schaue mich um“, so Deubel. Die ganze Aufregung um sie scheint sie nicht ganz zu verstehen. „Ich bin ein klitzekleines Lichtchen. Und die machen so einen Aufstand“, erklärte sie gegenüber der „Gießener Allgemeinen“.

Linken-Fraktionschef distanziert sich

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch bezog mittlerweile Stellung und distanzierte sich von den Twitter-Beiträgen seiner Parteikollegin. „Ohne dass ich auch nur einen Hauch von Sympathie für AfD-Politiker habe, ist ein Aufruf, dass diese in Gaskammern gehören, nicht zu tolerieren“, sagte er gegenüber „Tichys Einblick“. Aufrufe zu Mord oder Ähnlichem seien „absolut inakzeptabel“.

Auch der der hessische AfD-Landessprecher Klaus Hermann verurteilte die Aussagen der Linken-Politikerin. „Wer Menschen vergasen will, hat nicht nur den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen, er zeigt auch seine kriminelle und strafwürdige Gesinnung.“ Hermann forderte daher eine Distanzierung von der hessischen Linksparei.

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