Hochschulen

Corona-Test als „Eintrittskarte“ für die Uni

Nachdem die Regierung verpflichtende Corona-Tests bereits an Schulen und bei körpernahen Dienstleistungen eingeführt hat, will man diese nun auch an den Universitäten ermöglichen.

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<p>Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via <a href="https://www.flickr.com/photos/alexander_johmann/4697733644">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Hauptgebäude Universität Wien): Alexander Johmann via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Wien. – Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der ÖH-Vorsitzenden Sabine Hanger (AG) und der Präsidentin der Universitätenkonferenz, Sabine Seidler, neue Maßnahmen für Österreichs Hochschulen vorgestellt. Ab dem kommenden Sommersemester sollen Hochschulen für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen oder Prüfungen negative Corona-Tests verlangen dürfen. Derzeit gibt es jedoch noch kein Gesetz, welches diese Maßnahmen möglich machen würde. Minister Faßmann will deshalb in der bevorstehenden UG-Novelle die rechtliche Grundlage für Coronatests an den heimischen Hochschulen schaffen.

Als Zeitrahmen für die neuen Maßnahmen nannte Seidler die Zeit nach den Osterferien. Geld soll bei den Tests jedoch keine Rolle spielen. Rund eine Million Euro an zusätzlichem Budget sollen die Universitäten für die Durchführung der Tests erhalten und bei Bedarf könnte diese Summe sogar noch steigen. Studenten, die sich nicht testen lassen wollen, könnten sich dann unter Umständen nur noch für Online-Kurse anmelden.

Enthüllungen über die ÖVP

Belastende Situation

Die Maßnahmen der Regierung stellen für viele Studenten derzeit eine große Herausforderung dar. So sind laut einer aktuellen Umfrage unter rund 500 Studenten rund 60 Prozent im universitären Alltag stark belastet oder eher belastet. Kritiker der Maßnahmen sehen deshalb dringenden Handlungsbedarf und fordern eine Öffnung der Universitäten. Bei einer indirekten Testpflicht seien Schwierigkeiten vorprogrammiert. Der Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS), Matthias Kornek, sagte auf Nachfrage, dass „die Testpflicht an den Universitäten ein weiterer Schlag gegen die Grund- und Freiheitsrechte darstelle und dass die Prüfungen auch ohne Test möglich sein müssen“.

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