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„Audianer_innen“

Audi setzt auf „gendergerechte“ Sprache

Unter dem Motto „Vorsprung beginnt im Kopf“ empfiehlt der Autohersteller Audi seinen Mitarbeitern, ab sofort „gendergerechte“ Sprache zu verwenden.

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<p>Bild: Audi-Forum in Ingolstadt / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Das_Audi_Forum_Ingolstadt.JPG">SamaKM</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Audi-Forum in Ingolstadt / Bild: SamaKM, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Ingolstadt. – Beim Autohersteller Audi soll künftig in „gendergerechter“ Sprache kommuniziert werden. Wie Denise Mathieu, Leiterin Diversity Management, und Antonia Wadé aus der Projektgruppe „Gendersensible Sprache“ berichten, haben sie ein Jahr lang intensiv an der Planung und Umsetzung der Richtlinien gearbeitet, die Audi ihren Beschäftigten ab sofort für die interne und externe Kommunikation an die Hand gibt. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, werden in dem dreizehnseitigen Dokument, das den Titel „Vorsprung beginnt im Kopf“ trägt, mehrere Möglichkeiten aufgezeigt.

Der „Gender Gap“ als Lösung

So können sowohl Begriffe verwendet werden, die das Geschlecht unsichtbar machen, als auch neutrale Bezeichnungen, Partizipformen oder Passivkonstruktionen, oder auch eine Variante, die „alle Geschlechter bewusst sichtbar macht“. Mit dem „Gender Gap“, also dem Unterstrich, will man „Raum für alle nicht-binären Geschlechtsidentitäten“ schaffen, erklärt Wadé. In der Broschüre rät das Unternehmen seinen Mitarbeitern also etwa auch zur Schreibweise „Audianer_innen“. Für die Verwendung des Unterstrichs spicht aus Sicht des Unternehmens auch, dass dieser noch nicht belegt sei wie das Gendersternchen, das vor allem bei IT-Anwendungen zu Problemen führen könne.

Anleitung auch Mitarbeiterwunsch

Der Anstoß zur Verwendung „geschlechtergerechter“ Sprache sei nicht nur aus der „Diversity-Abteilung“ des Unternehmens, sondern auch aus anderen Bereichen der Belegschaft gekommen, so Mathieu. Demnach hätten sich die Beschäftigten eine Anleitung gewünscht, wie sie ihre Arbeit, zum Beispiel im Vertrieb, diskriminierungsfrei erledigen können. Mit dem Leitfaden wolle man nun für eine Einheitlichkeit in der Kommunikation sorgen. Sabine Maßen, Vorstand für Personal und Organisation bei Audi, betont, dass Wertschätzung, Offenheit, Verantwortung und Integrität die Basis der Unternehmenskultur seien. Dies mache man auch in der Sprache sichtbar.

Audi arbeitete mit LGBT-Verein zusammen

Bei der Entwicklung des Leitfadens arbeitete Audi mit der Organisation „Prout at Work“ zusammen, eine Stiftung, die LGBT-Themen am Arbeitsplatz sichtbar machen will. Für Jo Labecka, zuständig für Unternehmenspartnerschaften bei „Prout at Work“, ist es wichtig, dass Unternehmen ihre „veralteten Rollenbilder“ überwinden. Sprache sei hierbei von besonderer Bedeutung. „Sprache prägt unser Denken. Erst wenn wir etwas lesen, hören und sprechen, wird es Wirklichkeit“, findet Labecka.

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