Frankreich verbietet die Identitäre Bewegung

Innenminister Darmanin verkündete das Verbot am Mittwoch auf Twitter. Die Identitären wollen sich juristisch dagegen wehren.

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<p>Aktivisten von &#8222;Defend Europe: Mission Alps&#8220; beobachten die Vorgänge an der französisch-italienischen Grenze. Bild: Generation Identitaire / Screenshot Twitter</p>

Aktivisten von „Defend Europe: Mission Alps“ beobachten die Vorgänge an der französisch-italienischen Grenze. Bild: Generation Identitaire / Screenshot Twitter

Paris. – Wie französische Medien berichten, hat der Ministerrat am Mittwoch die Auflösung der „Génération identitaire“ (GI) beschlossen. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin veröffentlichte auf Twitter ein entsprechendes Dekret. Die Identitären hätten „zu Diskriminierung, Hass und Gewalt“ aufgestachelt, heißt es in der Begründung. Außerdem könne die GI durch ihre „militärische Form und Organisation“ als eine „private Miliz“ angesehen werden.

Mitte Februar hatten die französischen Behörden ein Verbotsfahren gegen die „Génération identitaire“ eingeleitet (TAGESSTIMME berichtet).

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„Defend Europe“-Aktion

Direkter Auslöser dafür war die „Defend Europe“-Aktion der Identitären in den Pyrenäen (TAGESSTIMME berichtete). Die Aktivisten überwachten dort via Drohne einen Gebirgspass im französisch-spanischen Grenzgebiet, um den Sicherheitsbehörden illegale Grenzübertritte melden zu können. „Wir werden jede Grenzverletzung sofort den Behörden melden, damit sie die illegal Eingewanderten verhaften und ausweisen können“, kündigten die Identitären im Januar an. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin vorläufige Ermittlungen wegen „öffentlichen Aufrufs zum Rassenhass“ ein.

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