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Corona-Demo

Kein „Sturm“, sondern Flucht aus Polizeikessel

Nach der Abschlusskundgebung eskalierte die Lage bei den Corona-Protesten. Mehrere Medien reden nun davon, dass ein Versicherungsgebäude „gestürmt“ worden sei. Mit Fakten hat das aber nur wenig zu tun.

3 Minuten

Wien. – Eine weitgehend friedliche Corona-Demonstration mit etwa 25.000 bis 30.000 Teilnehmern endete am 6. März um etwa 18.40 Uhr in Wien mit einem Wachmann, der mit einem gebrochenen Bein am Boden liegt. Ort der Tragödie: die Landesdirektion der Wiener Städtischen an der Oberen Donau Straße. Linksextreme Beobachter redeten anschließend von einem „Sturm auf das Versicherungsgebäude“ und „faschistischen Gewalttätern“, wohl um das Ganze mit dem „Kapitol-Sturm“ in den USA zu parallelisieren. Etablierte Medien übernahmen diese Erzählung schließlich ungefragt.

Flucht aus Polizeikessel

Doch die Landesdirektion der Wiener Städtischen wurde nicht „gestürmt“. Tatsächlich versuchten Demonstranten der Polizei zu entkommen. Sie wollten durch Tor, Garage und Innenhof aus einem Polizeikessel hinaus, landeten dort aber in einer Sackgasse. Was dann genau geschah und wie der Wachmann verletzt wurde, ist noch ungeklärt. Laut Bericht der Gratiszeitung „Heute“ hieß es am Samstagabend aus Polizeikreisen, die Demonstranten hätten zwei Sicherheitsleute umgestoßen und dabei verletzt.

In der Garage der Versicherungsanstalt.

Eskalation vorprogrammiert

Bereits nach Ende der FPÖ-Kundgebung auf der Praterwiese hatte die Polizei den Menschenmassen eine Rückkehr in die Innenstadt verwehrt – wohl um weitere Demonstrationen wie bei den vorhergehenden Protesten zu unterbinden. Dies ergab die paradoxe Situation: Die Demonstration sollte sich auflösen, konnte es aber nicht, weil sich die Polizei ihr entgegenstellte. Das endete in Konfrontationen, Kesseln und auch unschönen polizeiliche Jagdszenen. Viele Demoteilnehmer gerieten dadurch in Polizeikessel und mussten dort für lange Zeit verharren.

Alle Brücken wurden gesperrt.

Gescheiterte Polizeistrategie

Wie bei den vergangenen Corona-Protesten in Wien versuchte die Polizei auch diesmal, Kundgebungen im Ansatz zu ersticken. Allerdings scheiterte sie erneut an den großen Menschenmassen, auch wenn die Exekutive diesmal wesentlich flexibler agierte als sonst. Dennoch konnte sie wieder nicht die Formierung mehrerer großer Demonstrationszüge zum Prater verhindern.

Schon vor Ende der Demonstrationen fing die Polizei mit weißbehelmten Greiftrupps bei weit auseinandergehenden Demonstranten an, Maskenabmahnungen vorzunehmen. Mit Ende der Demo gestaltete sich das Verhalten zunehmend aggressiv, als ob man den Frust für die einsatztaktische Niederlage zu Mittag und den langen Tag abends endlich ausleben konnte. So kam es schließlich auch zur Konfrontation mit flüchtenden Demonstranten in der Wiener Städtischen.

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