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Unilever streicht Bezeichnung „normal“ aus Produktwerbung

Auf Körperpflegeprodukten wie Shampoos, Duschgels und Seifen wird die Bezeichnung „normal“ künftig nicht mehr zu finden sein.

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Symbolbild: Bild von congerdesign auf Pixabay (Bild zugeschnitten)

London. – Der Verbrauchsgüterkonzern „Unilever“ will Haut- und Haartypen in Produktbeschreibungen künftig nicht mehr als „normal“ bezeichnen. Das teilte das multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in London am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Mit dem Schritt will man verhindern, dass sich Menschen ausgeschlossen fühlen. Bei Shampoos und Hautpflegeprodukten taucht der Begriff teilweise auf, wo es beispielsweise heißt: „für normale Haut“.

Mehrheit fühlt sich laut Umfrage ausgeschlossen

Bei einer Umfrage mit 10.000 Teilnehmern in neun Ländern, nämlich den USA, Brasilien, dem Vereinigten Königreich, Nigeria, Südafrika, Saudi Arabien, Indien, Indonesien und China, hätten 70 Prozent der Befragten angegeben, der Begriff „normal“ könne einen negativen Effekt auf Menschen haben, hieß es in der Mitteilung. Mehr als die Hälfte der Befragten habe angegeben, dass die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie Menschen das Gefühl vermitteln könne, ausgeschlossen zu sein.

Ein überwiegender Teil der Umfrageteilnehmer sei außerdem der Meinung gewesen, die Körperpflegeindustrie müsse ihre Definition von Schönheit breiter fassen. „Wir sind entschlossen, schädliche Normen und Stereotype zu bekämpfen und eine breitere, inklusivere Definition von Schönheit zu formen“, sagte Sunny Jain, der Chef der Schönheits- und Pflegesparte von „Unilever“.

Mehr Menschen aus „diversen Gruppen“ in Werbung

Die Mehrheit der Befragten sei zudem der Ansicht, dass die Branche noch einen weiten Weg vor sich habe, „bis unterschiedliche Körpertypen, unterschiedliche Altersgruppen, unterschiedliche Ethnien und Menschen aus der LGBTQIA+-Community besser repräsentiert sind“. Deshalb will der Konzern die Anzahl der Werbung erhöhen, „die Menschen aus diversen, unterrepräsentierten Gruppen zeigt“. Außerdem soll bei der Werbung künftig generell auf die nachträgliche Bearbeitung von Körperformen und Proportionen oder Hautfarben verzichtet werden.

Die Bezeichnung „normal“ zu streichen, sei aber nur eine Maßnahme in einer Reihe von drei Selbstverpflichtungen, die man eingegangen sei, „um einen wirklichen und messbaren Effekt durch unsere Kosmetik- und Schönheitspflegemarken zu erzielen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die anderen zwei Verpflichtungen betreffen zum einen Klima und Natur und zum anderen die Durchführung von Tierversuchen.

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