Knalleffekt

Dänen und Norweger stoppen „Astra Zeneca“-Impfung

Gleich eine zweifache Hiobsbotschaft musste das britisch-schwedische Konglomerat „Astra Zeneca“ am Donnerstag hinnehmen. Denn, nachdem sich bei zuvor geimpften Personen in mehreren Fällen teils lebensgefährliche Blutgerinnsel bildeten, pausieren Dänemark und Norwegen mit der Impfung dieses Stoffes.

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<p>Symbolbild: Wikimedia Commons (CC0)</p>

Symbolbild: Wikimedia Commons (CC0)

Kopenhagen / Oslo. – In beiden Fällen stellt das Auftreten von Gerinnungsstörungen den Hauptgrund für die einstweilige Impfpause dar. Zwar ist man sich bei den dänischen Behörden sicher, dass das Vakzin „sicher und effektiv“ sei – bis zur Abklärung ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Vorfällen gibt, die in zumindest einem Fall zum Tod führten, rastete die Impfkampagne mit dem Vektor-Impfstoff. Wenige Stunden später zog auch Norwegen nach.

Todesfall und Embolien auch in Österreich

Grundlage bilden nicht nur Fälle im eigenen Land sein, sondern auch jüngste Berichte aus Österreich. Dort verstarb eine Zwettler Krankenschwester (49) wenige Tage nach der Impfung an einem solchen Blutgerinnsel, eine Kollegin erlitt eine Lungenembolie. Weil gerade das Gerinnsel zu diesem Zeitpunkt aber keine bekannte Nebenwirkung darstellte, dementierten die zuständigen Behörden, dass es sich um eine Folge der Impfung handeln könnte.

Enthüllungen über die ÖVP

Nichtsdestotrotz schlug der Fall hohe Wellen, erst recht als es auch in Graz zu einer Lungenembolie kam. Eine Kärntner Pflegeheim-Mitarbeiterin verstarb nur einen Monat nach ihrer Impfung, allerdings kam bei ihr ein anderer Stoff, nämlich jener von Pfizer/Biontech, zum Einsatz. Schon nach den Fällen in Niederösterreich wurde bekanntgegeben, dass die betroffene Charge ABV 5300 nicht mehr zum Einsatz käme. FPÖ-Chef Norbert Hofer hatte sogar einen generellen Impfstopp bei „Astra Zeneca“ gefordert.

Todesfälle lassen Zahl der Kritiker wachsen

Für die Impfkampagnen der europäischen Länder kommen diese Meldungen zur Unzeit – insbesondere weil viele Staaten auf dieses Vakzin setzten. Auf der einen Seite stehen jene, welche bekräftigen, dass Nebenwirkungen generell nur sehr selten seien. Auf der anderen Seite stehen jene, die jeden Sterbefall in zeitlicher Nähe zu einer Impfung mit Argusaugen beobachten. Für einiges Unverständnis sorgt gerade in diesem Lager die unterschiedliche statistische Berechnung bei Todesfällen.

Denn als „Corona-Toter“ gilt, wer maximal vier Monate vor seinem Ableben ein positives Testergebnis ablieferte. Als im Herbst plötzlich ein Steirer anstatt nur als Unfallopfer auch in dieser Statistik auftauchte, mussten sogar die Behörden ein Fehlerprofil von etwa fünf Prozent zugeben. Wer hingegen nach einer Impfung stirbt, gilt nur bei erwiesenem kausalen Zusammenhang als „Impftoter“. In den meisten Fällen gilt als offizielle Sterbeursache daher eine allfällige Vorerkrankung.

„Johnson & Johnson“ erhält Notfallzulassung

Während sich „Astra Zeneca“ derzeit mit argen Imageschäden herumplagt und auch das mRNA-Vakzin viele Bürger nicht zuletzt aufgrund der Neuartigkeit seines Prinzips verunsichert, erlangte das Mittel von „Johnson & Johnson“ am heutigen Donnerstag eine bedingte Zulassung, wie die europäische Arzneimittel-Agentur EMA zuvor empfahl. Bis zum Impfstart mit dem US-Impfstoff ist allerdings noch eine Absegnung der EU-Kommission ausständig, es wird noch einige Wochen dauern.

Allerdings steht auch der dahinterstehende Konzern in der öffentlichen Kritik – nicht zuletzt auch wegen der Corona-Impfung. Kritische Stimmen irritierte zuletzt etwa, dass man dort Impfstudien auch an Schwangeren sowie Kindern, bis hin zu Neugeborenen, durchführen möchte. Wie der „Astra Zeneca“-Impfstoff ist auch Ad26.COV2.S von Johnson & Johnson ein Vektor-Impfstoff. Er unterscheidet sich von den übrigen Mitteln durch eine hohe Konzentration, die mit einer einmaligen Impfung auskommt.


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