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Falscher Rassismus-Vorwurf gegen Wiener Lokal Reinthaler

Auf Twitter musste die linke Autorin Veronika Bohrn Mena klarstellen, dass die Vorwürfe gegen das Wiener Gasthaus falsch waren.

3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild (CC0).

Der Fall sorgte im vergangenen Sommer für große mediale Aufregung. Die schwarze Gewerkschafterin Stella Adamu-Fuhs hatte damals behauptet, im Wiener Gasthaus Reinthaler wegen ihrer Hautfarbe nicht bedient worden zu sein. Demnach habe der Kellner die schwarze Frau und ihren weißen Freund eine Dreiviertelstunde lang ignoriert. Daraufhin habe sie das Lokal „unter Tränen“ verlassen, berichtete das Migrantenmagazin „Biber“.

„Hetzkampagne“

Die linke Autorin Veronika Bohrn Mena veröffentlichte anschließend den vermeintlichen „Rassismus-Skandal“ auf Twitter. „Meine liebe Kollegin und Freundin Stella Adamu-Fuhs wurde im Gasthaus Reinthaler nicht bedient, weil sie schwarz ist“, twitterte Autorin im Juni 2020 und verlinkte dazu das betroffene Lokal. Der Fall ging in den sozialen Medien viral.

Das Gasthaus Reinthaler wies die Vorwürfe von Anfang an zurück und sprach gegenüber Medien von einer „Hetzkampagne“ und „Lüge“. Die Lokalbetreiberin betonte, die Frau sei sehr wohl bewirtet worden: Zuerst habe der Kellner die beiden Gäste gefragt, was sie trinken wollen. Dann habe er gefragt, ob sie auch etwas zu essen bestellen wollen. Die beiden Gäste hätten daraufhin geantwortet, noch warten zu wollen. Nach einiger Zeit hätten sie aber gezahlt und das Wirtshaus verlassen.

Das Twitter-Posting brachte Bohrn Mena eine Klage der Wirtin wegen Kreditschädigung ein. Die linke Autorin startete daraufhin eine Spendenkampagne für ihren Rechtsstreit. Insgesamt kamen dabei über 7.800 Euro zusammen.

Bohrn Mena entschuldigt sich bei Wirtin

Am vergangenen Donnerstag meldete sich Bohrn Mena in der Causa wieder zur Wort und zog die Anschuldigungen gegen das Lokal zurück. Auf Twitter veröffentlichte sie folgende Stellungnahme: „Ich habe am 29. Juni 2020 gepostet, meine Freundin sei im Gasthaus Reinthaler nicht bedient worden, weil sie schwarz ist. Diese Behauptung ist unrichtig. Ich habe mich mit dem Gasthaus Reinthaler geeinigt und ziehe diesen Vorwurf zurück. Bei der Betreiberin des Gasthauses Reinthaler habe ich mich entschuldigt.“

Vergleich mit Wirtin

Am Sonntag veröffentlichte Bohrn Mena schließlich weitere Details zum Verfahren mit dem Gasthaus Reinthaler. „Ich habe, u.a. weil ich mit einem Mann verheiratet bin, der jeden Tag mit Rassismus zu kämpfen hat, den Fehler begangen, eine Behauptung in einem emotionalen Moment zu twittern. Das war falsch, denn das Erleben meiner Kollegin ist rechtlich gesehen eben kein Nachweis.“ Sie habe den Wahrheitsbeweis vor Gericht erbringen wollen. Dies sei allerdings nicht gelungen. „Ich habe vor Gericht dann die Betreiberin des Gasthauses persönlich kennengelernt und gut mit ihr gesprochen. Wir haben uns daraufhin im Guten geeinigt“, teilte Bohrn Mena mit. Die gesammelten Spenden würden jetzt in den Vergleich mit der Wirtin fließen. „Kein einziger Cent bleibt bei mir, denn die Kosten der ganzen Causa übersteigen die gesammelten Spenden bei weitem“, betont die Autorin.

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