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Auch Niederlande stoppen Impfungen mit Astra Zeneca

In mehreren EU-Staaten wurden die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von „Astra Zeneca“ vorerst eingestellt.

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<p>Symbolbild: Astra Zeneca Impfstoff / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oxford_AstraZeneca_COVID-19_vaccine_(2021)_I.jpg">Gencat</a>, CC0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Astra Zeneca Impfstoff / Bild: Gencat, CC0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Den Haag. – Immer mehr Länder stoppen die Impfungen mit dem Vakzin von „Astra Zeneca“. Wie nun bekannt wurde, setzen auch die Niederlande die Impfung mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns vorübergehend aus. Gesundheitsminister Hugo de Jonge teilte mit, dass die Verwendung des Impfstoffs für zwei Wochen gestoppt werde. Die Arzneimittelbehörde habe diese „Vorsichtsmaßnahme“ auf Grundlage neuer Informationen empfohlen.

Schwere Nebenwirkungen aufgetreten

Damit bezog er sich auf die Fälle jener Personen in Dänemark und Norwegen, bei denen sich teils lebensgefährliche Bluntgerinsel gebildet hatten, nachdem ihnen der Impfstoff von „Astra Zeneca“ verabreicht worden war. In den Niederlanden selbst wurden nach Angaben des Ministeriums bisher keine Fälle von schweren Nebenwirkungen bekannt. „Wir müssen immer auf Nummer sicher gehen“, so de Jonge. „Daher ist es klug, nun auf die Pausetaste zu drücken.“ Die entscheidende Frage sei, „ob die Beschwerden nach oder wegen der Impfung auftraten“, sagte der Minister.

Am Sonntag hatte sich bereits die Impfkommission in Irland für ein Aussetzen der Impfung mit dem Präparat ausgesprochen, bis Berichte aus Norwegen über schwere Blutgerinsel geprüft seien. Als erstes Land hatte Dänemark am Donnerstag die Impfungen mit dem Vakzin ausgesetzt. Die dänische Gesundheitsbehörde erklärte aber, es sei noch nicht abschließend geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Gerinnungsstörungen gebe. Auch Norwegen, Island und Bulgarien verkündeten die Aussetzung der Impfungen.

Kurz hält an „Astra Zeneca“-Vakzin fest

„Astra Zeneca“ selbst wies erneut Zweifel an der Sicherheit des Präparats zurück. Der Hersteller veröffentlichte eine Mitteilung, in der die Sicherheit des Vakzins „basierend auf klaren wissenschaftlichen Beweisen“ betont wurde. Nachdem es auch in Österreich Fälle mit schweren Nebenwirkungen gab – eine Krankenschwester (49) verstarb nur wenige Tage nach der Impfung an einem Blutgerinsel, eine Kollegin erlitt eine Lungenembolie – versuchte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Bevölkerung zu beruhigen. „Nachdem es viele Menschen gibt, die sich Sorgen machen, werde ich mich auch mit AstraZeneca impfen lassen, um zu zeigen, dass ich Vertrauen in den Impfstoff habe“, kündigte Kurz an.

Der Impfstoff von „Astra Zeneca“ ist seit Jänner in der EU zugelassen. In Deutschland und mehreren andern europäischen Ländern war das Vakzin zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen worden, weil belastbare Daten für die Wirksamkeit bei älteren Menschen zunächst fehlten. Inzwischen wird der Impfstoff aber auch für Senioren empfohlen.

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