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1.013 Straftaten

Erster Berliner Lagebericht zur Clankriminalität

Zum ersten Mal hat das Berliner Landeskriminalamt einen Lagebericht zur Clankriminalität vorgestellt. Es geht um 388 Personen, 291 Tatverdächtige und 1.013 Straftaten.

2 Minuten
<p>Symbolbild Polizeieinsatz: By Huhu Uet [<a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a> or <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0">CC BY 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Uetersen_SEK_Einsatz_04.jpg">from Wikimedia Commons</a></p>

Symbolbild Polizeieinsatz: By Huhu Uet [GFDL or CC BY 3.0], from Wikimedia Commons

Berlin. – Die deutsche Hauptstadt ist eine der Hochburgen der Clankriminalität. Immer wieder machen Täter aus Berlin bundesweit mit erheblichen Straftaten Schlagzeilen. Dennoch wurde das Thema lange Zeit vernachlässigt. Nun gibt es erste Schritte, dieser Form der organisierten Kriminalität Herr zu werden. Einer davon ist das erste Lagebild Clankriminalität des Berliner LKAs. Darunter versteht man in der Hauptstadt „die Kriminalität von Angehörigen ethnisch abgeschotteter arabischstämmiger Strukturen, deren ethnische Wurzeln insbesondere auf so genannte Mhallami-Kurden, Libanesen und staatenlose Palästinenser zurückgeführt werden können und die seinerzeit als Kriegsflüchtlinge aus dem Libanon zugewandert sind“ – Tschetschenische und andere Familienstrukturen bleiben also unberücksichtigt.

Knapp die Hälfte besitzt deutsche Staatsbürgerschaft

Demnach sind 95 Prozent der Täter Männer, der Großteil zwischen 18 und 30 Jahre. Die meisten von ihnen sind für eine Vielzahl von Delikten polizeibekannt. Zu den üblichen Straftaten gehören u. a.: Rauschgifthandel, Diebstahl, Raub, Betrug, illegaler Waffenbesitz und Verkehrsstraftaten, letztere vor allem mit Luxusautos. Von den 291 Tatverdächtigen begingen 197 bis zu vier Straftaten, auf fünf oder mehr Taten brachten es die weiteren 94. Die Spitze hielt ein 23-jähriger Libanese, der es 2020 auf 48 und in den vergangenen fünf Jahren insgesamt auf ganze 173 Straftaten brachte. Auf sein Konto gingen neben anderem: Diebstahl, Betrug, Raub, Körperverletzung, Rauschgiftdelikte, Verstöße gegen das Waffengesetz, Beleidigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bestechung sowie Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.

Mit 45 Prozent hatte knapp die Hälfte der Täter eine deutsche Staatsbürgerschaft. Die libanesische Staatsbürgerschaft ist mit 17 Prozent vertreten, bei weiteren 15 Prozent ist die Staatsbürgerschaft noch ungeklärt. Doch auch abseits der einzelnen Straftaten halten die Clanmitglieder die Polizei auf Trab. Mit Kontrolleinsätzen an der Szene zugerechneten Orten versucht die Polizei, diese zu verunsichern und ihre Geschäfte zu erschweren. Allein 240 davon gab es im vergangenen Jahr. Von den Behörden wurden alleine 159 Bars oder Cafés, 127 Barber-Shops, 102 Shisha-Bars, 27 Wettbüros und neun Bordelle kontrolliert, insgesamt waren 525 kontrollierte Objekte. 85 davon wurden geschlossen und mehr als 1000 Strafanzeigen und 5600 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei ihren Einsätzen beschlagnahmten die Ordnungsbehörden neben anderem 374 Kilogramm Wasserpfeifentabak und 78 Autos.

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